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Foto: Auf Plakaten und mit einer Kampagne im Internet und in Social Media will die evangelische Kirche Impulse zur persönlichen Auseinandersetzung geben. (Motiv: orangecube)

 Auf Plakaten und mit einer Kampagne im Internet und in Social Media will die evangelische Kirche Impulse zur persönlichen Auseinandersetzung geben. (Motiv: orangecube)

Themenkampagne zum Buß- und Bettag
«UM GOTTES WILLEN» - Onlinechat mit Bischof Hein am 20. November ab 20 Uhr

Kassel (medio). Am 20. November 2017 ist der Bischof der Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck, Martin Hein, wieder im Online-Chat erreichbar. Anlass ist der Buß- und Bettag, der zwei Tage später in den Gemeinden der Landeskirche begangen wird. In dem einstündigen Chat von 20 bis 21 Uhr will Bischof Hein mit interessierten Besucherinnen und Besuchern über den Willen Gottes und die Nähe zu Gott ins virtuelle Gespräch kommen. Dabei soll das Verhältnis von Gottes und menschlichem Willen genauso zur Sprache kommen, wie die Frage nach der Rolle von Gottes Willen bei Krieg, Terror oder persönlichen Schicksalsschlägen. Der Zugang ist am Montagabend unter busstag.de und ekkw.de zu finden.

2017-11-17
Der Bischofschat ist Teil der diesjährigen Kampagne «UM GOTTES WILLEN», mit der die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck, die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern, die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau und die Evangelische Landeskirche in Baden den Buß- und Bettag in den Blickpunkt des öffentlichen Interesses rücken wollen. Mit Plakaten, Internetauftritten und weiteren Materialien geben die Landeskirchen Impulse zur persönlichen Auseinandersetzung mit dem Thema und machen auf die bleibende Bedeutung des kirchlichen Feiertags aufmerksam.


Kampagne 2017 thematisiert den Willen Gottes und die Nähe zu Gott

Das Stoßgebet «Um Gottes willen!» kommt den Menschen häufig über die Lippen. Meist dann, wenn etwas Unfassbares passiert ist: Ein Anschlag mit vielen Toten oder «die eigene Welt geht aus den Fugen: jemand hat mich verletzt, ich selbst habe einen schrecklichen Fehler gemacht», beschreibt Propst Helmut Wöllenstein (Sprengel Marburg und Waldeck) in seinen Gedanken zur Kampagne Situationen, in denen der Hilferuf gebraucht wird. «Um Gottes willen!» sagen auch Menschen, die sonst von Religion nichts halten. «Es ist ein Protest, ein Hilferuf, eine Suchbewegung: Ist denn da keine Macht, die eingreift? Ist da keine Instanz, auf die man sich berufen, kein Raum, in den man fliehen kann?», so der Propst.

Für die Suche nach Antworten sind die Kirchen gute Orte für die Begegnung mit Gott. Das Motiv der Kampagne zeigt einen Mann, der ins Gebet vertieft ist. «Eine Kirche zu betreten, kann wie eine Reise ins Zentrum unseres Lebens sein. Hier kommt es auf den Punkt. An diesem Ort ist es egal, wie ich aussehe und woher ich komme. Im Angesicht Gottes wird alles ehrlich. Er weiß, wie es mir geht und welche Sorgen mich plagen. Er bleibt bei mir, auch wenn ich mich und die Welt nicht mehr verstehe. Und er beschützt: mein Leben, meine Gedanken und mein Gebet», schreibt der Internetbeauftragter der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Pfarrer Christian Fischer, auf der Website zum Buß- und Bettag 2017.

Gottesdienste, busstag.de und SocialMedia

Der Buß- und Bettag lädt dazu ein, Gott ehrlich zu begegnen. In jeder Kirche dieser Welt. Und auch auf der Internetseite www.busstag.de: Hier kann man Wünsche und Klagen aufschreiben und Gebete anderer teilen. Und man kann sich selbst die Frage stellen: «Wann war ich zum letzten Mal in einer Kirche, um Gottes Nähe zu spüren?». Das Angebot enthält zudem viele Hinweise auf die Buß- und Bettagsgottesdienste, die am 22. November 2017 überall in Deutschland angeboten werden. Interessierte können in den Social Media-Kanälen www.facebook.com/busstag, www.instagram.de (@busstag) und www.twitter.com/busstag das Thema diskutieren und mitgestalten.


Stichwort: Buß- und Bettag

Der Buß- und Bettag ist für evangelische Christen ein Tag der Besinnung und Neuorientierung im Leben. Der Feiertag wurde vor einigen Jahren allerdings zum politischen Zankapfel: Der protestantische Buß- und Bettag, erstmals 1532 im mittelalterlichen Straßburg offiziell eingeführt, wurde 1995 zur Finanzierung der Pflegeversicherung in allen Bundesländern außer in Sachsen als gesetzlicher Feiertag ersatzlos gestrichen.

Der Bußtag hat seinen festen Platz im kirchlichen Festkalender jedoch nicht verloren. Viele Gemeinden laden meist am frühen Abend zu Andachten ein, um so auch Berufstätigen die Teilnahme zu ermöglichen. Die hohe Resonanz auf dieses Angebot belegt, dass der Bußtag im Leben vieler Menschen nach wie vor tief verwurzelt ist. (10.11.2017)

Kanzelabkündigung:

Lesen Sie hier die Kanzelabkündigung von Bischof Martin Hein, die in den Gottesdiensten am Buß- und Bettag verlesen wird:

PDF-Dokument

Linktipp:

Die Internetseite zur Kampagne 2017 der evangelischen Kirche zum Buß- und Bettag finden Sie unter:

busstag.de

SocialMedia:

Interessierte können in den Social Media-Kanälen Facebook, Instagram und Twitter (@busstag) das Thema diskutieren und mitgestalten:

facebook.com/busstag
instagram.com
twitter.com/busstag

Gottesdienste:

Zum Buß- und Bettag werden am 22. November viele Gottesdienste und Veranstaltungen angeboten. Der ekkw.de-Kalender gibt einen Überblick und dort können Sie auch selbst Termine veröffentlichen. (Bitte Rubrik am Ende des Formulars markieren!):

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