Meine Suche

Onno, Franziska und Amelie auf einem blauen Sofa

Onno, Franziska und Amelie auf einem blauen Sofa

Oberissigheim / Onno, Franziska und Amelie, blick in die kirche
Veröffentlicht 25 Sep 2026

Die Schülerinnen und Schüler der evangelischen Katharina-von-Bora-Schule in Oberissigheim (Main-Kinzig-Kreis) kennen sich mit Geschichten aus. Drei von ihnen haben uns ihre Lieblingsgeschichte aus der Bibel erzählt.

Die Erzählungen wurden leicht gekürzt und bearbeitet. Die ganzen Geschichten erzählen die Kinder in den Videos.

Onno (9) und Franziska (8) erzählen die Geschichte von der Arche Noah

Onno: Wir haben euch heute eine Geschichte mitgebracht: Die Arche Noah.

Beide: Die Jahre vergingen. Gott besah sich die Welt und dachte: Sie ist nicht mehr so, wie sie einmal war. Dann beschloss Gott, mit einer Sintflut alles Schlechte wegzuspülen.

Onno: Also hat er zu Noah gesagt: Bau’ ein Boot, dass du die Lebewesen retten kannst.

Franziska: Die Arche. Nimm’ aber auch mal ein Männchen und ein Weibchen von jedem Lebewesen.

Onno: Als alle drauf waren und die Tür verschlossen war, haben die Menschen gesagt:  „Aber hier ist kein Wasser. Wie sollen wir jetzt hier wegkommen?“ Da hat es dann angefangen zu regnen, 40 Tage und 40 Nächte lang.

Franziska: Erst ist der Regen ganz leicht runtergekommen, dann hat es ganz dolle geprasselt und der Regen ist so krass runtergelaufen, als ob der Gott mit ganz vielen Stecknadeln auf einer Trommel rumtrommeln würde.

Onno: Dann hörte es irgendwann auf zu regnen. Und sie wollten wissen, wie lange das Wasser noch da bleibt.

Franziska: Noah hat eine Krähe weggeschickt und die ist nicht wiedergekommen.

Onno: Dann hat er eine Taube geschickt. Sie ist zurückgekommen, aber sie konnte wegen dem hohen Wasser nichts machen. Beim zweiten Versuch, kam sie mit einem Feigenblatt zurück.

Franziska (flüstert): Nee, Olive!

Das bedeutet, das Wasser ist zurückgegangen. Noah hat die Tür geöffnet. Alle Tiere und Menschen sind rausgelaufen. Es war auch nur Noahs Familie da. Und Gott hat Noah gesagt:

Onno: Vielleicht sollten wir so was nicht noch mal machen, so einen dollen Regen.

Franziska: Und der Gott hat gesagt: Immer wenn ein Regenbogen erscheint, wissen die Menschen: Friede sei mit uns. Das ist das Ende der Arche-Noah-Geschichte.

Franziska und Onno erzählen die Geschichte von der Arche Noah

Amelie (9) erzählt die Geschichte von Daniel in der Löwengrube

Ich erzähle die Geschichte von Daniel in der Löwengrube. König Darius regierte in einem Land. Er hatte Minister und Fürsten und Daniel war da auch dabei. Daniel hat richtig gut gearbeitet und der König wollte ihm noch mehr Macht geben.

Als Daniel mehr Macht bekommen hatte, haben die Minister und Fürsten gesagt: „Das finden wir unfair. Wir wollen auch mehr Macht bekommen.“ Sie haben einen Fehler an Daniel gesucht, mit dem sie ihn beim König schlechtmachen können. Aber sie haben keinen Fehler gefunden.

Dann haben sie sich wieder zusammengesetzt und dann ist der eine Fürst drauf gekommen, dass Daniel zu einem anderen Gott betet. Dann sind sie zum König gegangen und haben gesagt: „König Darius, mach doch ein Gesetz, dass 30 Tage lang die Bitten nur an dich gebetet werden sollen und nicht an einen anderen Menschen oder Gott.“

König Darius hat gesagt, dass er das macht und hat das Gesetz unterschrieben. Dann haben sich die Minister und Fürsten unter das Fenster von Daniel gesetzt und haben gehört, wie er zu Gott gebetet hat. Sie sind zum König gegangen und haben gesagt. „Der Daniel betet zu einem anderen Menschen als du.“ Und im Gesetz stand noch, dass der Mensch dann in die Löwengrube geschmissen werden soll. Der König musste den Daniel herholen und in die Löwengrube schmeißen lassen. Aber der König fand das nicht so gut, weil er Daniel sehr mochte. Er konnte die ganze Nacht nicht schlafen.

Am Morgen ist er zur Löwengrube gelaufen und hat hinunter gerufen: „Daniel, lebst du?“ Daniel hat geantwortet: „Ja, König, ich lebe. Ein Engel Gottes kam und hat den Löwen das Maul zugehalten.“ Dann hat der König ihn rausholen lassen und hat den Fürsten mit seiner ganzen Familie und den Kindern in die Löwengrube schmeißen lassen. Sie wurden gefressen.

Dann hat der König Darius gesagt: „Zu dem Gott, den Daniel anbetet, zu dem sollt ihr beten und nicht zu mir oder zu anderen Menschen oder Göttern.”

Amelie erzählt die Geschichte von Daniel in der Löwengrube
„Erzähl doch mal“ als E-Paper

„Geschichten können viel bewirken“, sagt Schauspieler Thomas Rühmann, bekannt aus der Serie „In aller Freundschaft“. Im Interview mit dem „blick in die kirche-Magazin“ spricht er über eine szenische Lesung, mit der er auch nach Kassel kommt, über seinen Blick auf den Glauben und die junge Generation. Unter dem Titel „Erzähl doch mal!“ dreht sich in der neuen Ausgabe alles um die Kraft des Erzählens. Gemeinsam mit unseren Leserinnen und Lesern besuchen wir eine Buch-Kita, lernen eine Vorleseinitiative für krebskranke Kinder kennen und lassen uns von einer Familie erzählen, wie sie mit zwei schwerstbehinderten Kindern lebt.

Zu Wort kommen außerdem Erzählprofis wie die Märchenerzählerin Gudrun Rathke und Pfarrer Enwood Longwe. Drei Grundschulkinder stellen ihre Lieblingsgeschichten aus der Bibel vor. Das Magazin fragt aber auch, wie sich mit problematischen biblischen Erzählungen umgehen lässt. Bei der Telefonseelsorge und in einem Altenheim zeigt sich, wie gut es tun kann, sich etwas von der Seele zu reden. Und schließlich geht es um Märchen, die sogar einen Gottesdienst prägen können. In der September-Ausgabe gibt es beim Gewinnspiel diesmal einen Hotelaufenthalt im Quellenhof in Bad Wildungen zu gewinnen.

Das „blick in die kirche-Magazin“ ist die Publikumszeitschrift der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck und liegt viermal im Jahr den Tageszeitungen auf dem Gebiet der Landeskirche kostenfrei bei. Die Druckauflage beträgt 211.000 Exemplare, hinzu kommen E-Paper und Webseite.