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Titelblatt der September-Ausgabe des blick-Magazins

Titelblatt der September-Ausgabe des blick-Magazins

Kassel / blick in die kirche
Veröffentlicht 25 Sep 2026

Thomas Rühmann: Warum Geschichten gegen das Vergessen helfen

Millionen kennen Thomas Rühmann als Dr. Roland Heilmann aus „In aller Freundschaft“. Im blick-Interview spricht der Schauspieler über ein Projekt, das ihn tief bewegt: die Geschichte von neun jungen Frauen, die am Ende des Zweiten Weltkriegs auf einen Todesmarsch geschickt wurden. Warum Erinnern wichtig bleibt, welche Kraft gut erzählte Geschichten haben und weshalb Kirchen dafür besondere Räume sein können, erzählt er im Gespräch mit blick in die kirche.

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„Sie waren neun“: Wie ein Jugendprojekt Geschichte neu erzählt

Alles begann mit einer Frage auf einem Friedhof. Jugendliche aus dem sächsischen Wurzen machten sich auf die Suche nach den Spuren der Vergangenheit und stießen auf die Geschichte eines Todesmarsches kurz vor Kriegsende. Aus ihren Nachforschungen entstand ein außergewöhnliches Projekt: Sie übersetzten ein international beachtetes Buch ins Deutsche, gewannen renommierte Preise und sorgten dafür, dass die Schicksale von neun jungen Frauen bis heute weitererzählt werden.

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Sie zaubern Kindern ein Lächeln ins Gesicht

Jeden Abend klopfen Ehrenamtliche an die Türen der Kinderkrebsstation im Klinikum Kassel. Sie bringen keine Medikamente mit, sondern Geschichten, Spiele und Zeit. Das Traumsterne-Projekt des Vereins für krebskranke Kinder schenkt jungen Patientinnen und Patienten Momente der Leichtigkeit in einer schweren Lebensphase. Ein einfühlsamer Blick auf Menschen, die mit kleinen Gesten Trost spenden und dabei selbst viel Dankbarkeit erfahren.

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Die Tür zur Bücherei steht immer offen

Geschichten entdecken, gemeinsam zuhören und die Welt aus neuen Perspektiven sehen: In der evangelischen Kita „Auf der Baus“ in Treysa gehören Bücher ganz selbstverständlich zum Alltag. Dafür wurde die Einrichtung als Buch-Kita ausgezeichnet. Die Einrichtung zeigt, wie Vorlesen, mehrsprachige Bücher und eine offene Bücherei Kinder fürs Lesen begeistert und warum dabei weit mehr gefördert wird als nur Sprache.

Portraitfoto von Bischöfin Dr. Beate Hofmann

Liebe Leserin, lieber Leser,

bis ich selbst lesen konnte, hat mein Vater mir jeden Abend vor dem Einschlafen eine Geschichte erzählt. Er war ein guter Erzähler. Sein Repertoire reichte von Erlebnissen aus seinem Leben über biblische Geschichten bis zur Biografie von Martin Luther. Noch im theologischen Examen hat es mir geholfen, dass mir all diese Geschichten vertraut waren.

Erzählen ist die Muttersprache des christlichen Glaubens. Schon die ersten Kapitel der Bibel erzählen Geschichten, um die Welt zu erklären. Nicht als wissenschaftliche Analyse, sondern als Antwort auf die Fragen: Warum ist unser Leben so, wie es ist? Warum tun sich Menschen Gewalt an? Warum müssen wir im Schweiße unseres Angesichts arbeiten oder unter Schmerzen Kinder gebären? Warum gibt es so viele verschiedene Sprachen und Völker?

Auch Jesus hat gerne erzählt: Gleichnisse und Beispielgeschichten über das Reich Gottes und über die Liebe Gottes zu uns Menschen. Oft haben die Zuhörenden das Gehörte weitererzählt und mit Geschichten über Jesus verbunden. So ist das Neue Testament entstanden. Wo immer diese Geschichten heute erzählt werden, wird unsere eigene Geschichte mit der Geschichte Gottes verwoben.

Es beglückt mich immer wieder, wenn in Seminaren oder in Gottesdiensten Menschen plötzlich entdecken: Diese Geschichte hat etwas mit mir zu tun, auch wenn sie 2.000 Jahre alt ist. Die Erfahrungen darin kenne ich auch. Und das, was Gott da tut, das kann auch mein Leben in ein neues Licht tauchen. Es kann mir helfen, mich, andere Menschen und Gott besser zu verstehen.

Mögen die Geschichten in diesem Magazin Sie berühren und zum eigenen Erzählen anregen!

Ihre

Beate Hofmann
Bischöfin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck

Standuhr und Wackerstein in der Kirche

Ein Wackerstein auf dem Altar, eine Standuhr in der Kirche und bekannte Märchen mitten im Gottesdienst: Pfarrerin Evelyn Koch verbindet in Stadtallendorf die Welt der Märchen mit biblischen Botschaften. Mit viel Liebe zum Detail entstehen besondere Gottesdienste, in denen vertraute Geschichten neue Perspektiven eröffnen. Warum Aschenputtel, der Wolf und die sieben Geißlein mehr mit dem Glauben zu tun haben, als man zunächst denkt.

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Märchen sollen zu Mutmachern werden

Seit Generationen werden Märchen weitererzählt. Nun sollen sie auch Mut machen. Mit der Reihe „MutMachMärchen“ lädt die Deutsche Märchenstraße dazu ein, bekannte Geschichten neu zu entdecken. Im Jubiläumsjahr des touristischen Kulturprojekts geht es um Zuversicht, Fantasie und die Frage, warum die Erzählungen der Brüder Grimm Menschen bis heute berühren und stärken können.

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Hände tragen die Spuren des Lebens

Manche Hände erzählen mehr als Worte. Für ein Fotoprojekt hat Pfarrer Reinhard Keller Bewohnerinnen und Bewohner eines Seniorenheims porträtiert, allerdings ohne Gesichter, nur ihre Hände. Entstanden sind berührende Schwarz-Weiß-Aufnahmen, in denen sich Lebenswege, Erfahrungen und Erinnerungen spiegeln. Ein einfühlsamer Blick auf das Älterwerden und auf die Spuren, die ein gelebtes Leben hinterlässt.

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Die Bühne wartet nur auf Geschichten

Schon als Kind in Malawi lernte Enwood Longwe, wie Geschichten Menschen fesseln und verbinden können. Heute ist er Pfarrer in Bad Arolsen und überzeugt: Erzählen gehört zum Kern des christlichen Glaubens. Im blick-Porträt berichtet er von seinem Weg nach Deutschland, seinen Erfahrungen mit Kirche und Gesellschaft und davon, warum gute Geschichten Orientierung geben, Mut machen und Gemeinschaft stiften können.

„Erzähl doch mal“ als E-Paper

„Geschichten können viel bewirken“, sagt Schauspieler Thomas Rühmann, bekannt aus der Serie „In aller Freundschaft“. Im Interview mit dem „blick in die kirche-Magazin“ spricht er über eine szenische Lesung, mit der er auch nach Kassel kommt, über seinen Blick auf den Glauben und die junge Generation. Unter dem Titel „Erzähl doch mal!“ dreht sich in der neuen Ausgabe alles um die Kraft des Erzählens. Gemeinsam mit unseren Leserinnen und Lesern besuchen wir eine Buch-Kita, lernen eine Vorleseinitiative für krebskranke Kinder kennen und lassen uns von einer Familie erzählen, wie sie mit zwei schwerstbehinderten Kindern lebt.

Zu Wort kommen außerdem Erzählprofis wie die Märchenerzählerin Gudrun Rathke und Pfarrer Enwood Longwe. Drei Grundschulkinder stellen ihre Lieblingsgeschichten aus der Bibel vor. Das Magazin fragt aber auch, wie sich mit problematischen biblischen Erzählungen umgehen lässt. Bei der Telefonseelsorge und in einem Altenheim zeigt sich, wie gut es tun kann, sich etwas von der Seele zu reden. Und schließlich geht es um Märchen, die sogar einen Gottesdienst prägen können. In der September-Ausgabe gibt es beim Gewinnspiel diesmal einen Hotelaufenthalt im Quellenhof in Bad Wildungen zu gewinnen.

Das „blick in die kirche-Magazin“ ist die Publikumszeitschrift der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck und liegt viermal im Jahr den Tageszeitungen auf dem Gebiet der Landeskirche kostenfrei bei. Die Druckauflage beträgt 211.000 Exemplare, hinzu kommen E-Paper und Webseite.

So zerbrechlich kann das Leben sein

Seit vielen Jahren begleiten Sorge, Schlafmangel und die Angst vor dem Verlust ihre Familie. Doch Mahbube Touhidloo und Ali Ebrahimi lassen sich davon nicht bestimmen. Sie kämpfen für ihre schwer kranken Kinder Zahra und Mehdi, schöpfen Kraft aus ihrem Glauben und erleben dabei viel Unterstützung durch andere Menschen. Die bewegende Geschichte einer Familie, die weiß, wie zerbrechlich das Leben ist und warum jeder gemeinsame Tag zählt.

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Steine, Lichter und ein paar Blütenblätter

Ein Stein für schwere Zeiten, ein Licht für glückliche Momente und Blütenblätter für geliebte Menschen: In der Bibelstunde von Pfarrerin Merle Blum im Altenhilfezentrum Korbach werden Erinnerungen lebendig. Bewohnerinnen und Bewohner erzählen von Verlust, Hoffnung, Krieg und glücklichen Augenblicken. Ein berührender Einblick in eine Runde, in der nicht nur über die Bibel gesprochen wird, sondern über das Leben selbst.

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Seit 50 Jahren ein offenes Ohr für Menschen in Not

Manchmal braucht es nur einen Menschen, der zuhört. Seit 50 Jahren bietet die Telefonseelsorge Main-Kinzig genau das: ein offenes Ohr für Menschen in Krisen, bei Einsamkeit, Trauer oder Sorgen. Hinter dem anonymen Angebot stehen Ehrenamtliche, die Tag und Nacht erreichbar sind. Wir erzählen von einer Arbeit, die meist im Verborgenen geschieht und für viele Menschen doch von unschätzbarem Wert ist.

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Geschichten, die nach mehr schmecken

Gudrun Rathke braucht keine große Bühne und kein dickes Buch. Mit ihrer Stimme allein nimmt die Kasseler Märchenerzählerin Menschen mit in andere Welten. Ob in Schulen, Kirchen oder Bibliotheken: Ihre frei erzählten Geschichten wecken Bilder, Gefühle und Fantasie. Im Gespräch erzählt sie, warum Zuhören und Erzählen bis heute Menschen verbinden, weshalb Geschichten „gut schmecken“ können und warum diese alte Kunst überraschend lebendig geblieben ist.

So erzählen Onno, Franziska und Amelie die Bibel

Wie klingt die Bibel, wenn Kinder sie nacherzählen? Onno, Franziska und Amelie von der evangelischen Katharina-von-Bora-Schule in Oberissigheim erzählen ihre Lieblingsgeschichten auf ganz eigene Weise. Ob Noahs Arche oder Daniel in der Löwengrube: Mit viel Fantasie, Witz und Begeisterung machen sie die alten Erzählungen lebendig und zeigen, warum diese Geschichten bis heute Menschen faszinieren.

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Zwei Menschen fühlen sich beschenkt

Jeder Mensch trägt Geschichten in sich. Manche werden oft erzählt, andere zum ersten Mal ausgesprochen. Salome Möhrer-Nolte von der Telefonseelsorge Nordhessen beschreibt, warum Erzählen entlasten, Orientierung geben und sogar heilsam sein kann. Ein Blick auf die Bedeutung des Zuhörens und darauf, was geschieht, wenn Menschen einander Zeit, Aufmerksamkeit und echtes Interesse schenken.

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Rätselspaß rund ums Erzählen

Märchen, Bibelgeschichten, bekannte Lieder und berühmte Erzählungen: Im blick-Rätsel von Dr. Christina Bickel dreht sich alles um die Kraft von Geschichten. Wer die sechs Fragen löst, findet ein Lösungswort, das in vielen Märchen ebenso vorkommt wie in biblischen Erzählungen. Unter den richtigen Einsendungen wird ein Aufenthalt im Göbel’s Hotel Quellenhof in Bad Wildungen verlost.

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Vom Umgang mit schwierigen Bibelgeschichten

Gewalt, Zerstörung und ein Gott, der schwer zu verstehen ist: Manche Bibeltexte werfen Fragen auf und irritieren bis heute. Die Kasseler Theologin Insa Rohrschneider geht diesen Spannungen nach und plädiert dafür, schwierige Geschichten nicht auszublenden. Ein persönlicher und zugleich gut verständlicher Beitrag darüber, wie biblische Texte entstanden sind, was sie vermitteln wollen und warum gerade unbequeme Fragen den Glauben vertiefen können.

Titelansichten blick Hefte. Eine Auswahl an Titeln aus Magazin und Mitarbeiterheft mit dem aktuellem Titel Juni 2026

Titelansichten blick Hefte. Eine Auswahl an Titeln aus Magazin und Mitarbeiterheft mit dem aktuellem Titel Juni 2026

Sie möchten noch einmal nachlesen, was Bischöfin Dr. Beate Hofmann über den Wald und die Freiheit erzählt hat? Oder interessiert Sie, warum eine Frau rückwärts pilgert, wie ein Jugendlicher das Segelfliegen lernt oder welche Menschen hinter „Kirche unterwegs“ auf Hessens größtem Campingplatz stehen? In unserer letzten Ausgabe zum Sommer 2026 unter dem Titel „Ins Freie!“ können Sie zudem mehr über die bewegende Geschichte einer Christin aus dem Iran erfahren, den Spuren der Waldenser folgen oder die Arbeit der Urlaubsseelsorge auf Langeoog kennenlernen.

Wenn Sie diese und weitere Geschichten noch einmal lesen oder in älteren Ausgaben stöbern möchten: Das vollständige Archiv des „blick in die kirche-Magazins“ sowie das aktuelle E-Paper finden Sie jederzeit auf unserer Website.

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Herausgeber:
Landeskirchenamt der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Wilhelmshöher Allee 330, 34131 Kassel

Redaktion:
Olaf Dellit, Celia Baumgart
Heinrich-Wimmer-Straße 4, 34131 Kassel
Tel.: 0561 9378–1332
E-Mail: redaktion@blickindiekirche.de
Internet: www.blickindiekirche.de

Gestaltung:
Olaf Dellit, Celia Baumgart, Daniela Denzin, Christian Küster

Beirat:
Bernd Bark, Dr. Anja Berens, Dr. Mark-Christian von Busse, Anja Fülling, Johannes Ickler, Kerstin Leitschuh, Hendrike Racky, Heinz Rohde, Dr. Insa Rohrschneider