Bei der dreitägigen Visitation standen zahlreiche Stationen auf dem Programm. Ein Schwerpunkt lag auf der pfarramtlichen Arbeit in einem sehr unterschiedlich geprägten Kirchenkreis: Von Frankfurt bis Ronneburg, vom Main bis in die Wetterau gehören 26 Kirchengemeinden zum Kirchenkreis Hanau, heißt es in einer Mitteilung. Während Gemeinden wie Hanau oder Maintal stark städtisch geprägt sind, finden sich in Orten wie Ronneburg oder Marköbel eher ländliche Strukturen. Das bringt für Pfarrpersonen unterschiedliche Anforderungen mit, wie Dekan Dr. Martin Lückhoff erläuterte.

Die Bischöfin (6.v.l.) mit Pfarrerinnen und Pfarrern des Kirchenkreises
Jugendarbeit, Diakonie und Engagement im Fokus
Im Mittelpunkt des Besuchs standen Begegnung und Austausch – nicht nur mit Pfarrerinnen und Pfarrern, sondern auch mit Fachkräften aus Einrichtungen wie der Evangelischen Jugendberufshilfe Pilot oder dem Diakonischen Werk Hanau‑Main‑Kinzig sowie mit vielen Ehrenamtlichen. Stationen waren unter anderem das Projekt „EinTopf“ in Langenselbold, Gespräche mit Jugendlichen im JUZ Kesselstadt und ein Austausch mit ehrenamtlichen Teamerinnen und Teamern der Jugendarbeit im Gemeindehaus t‑Haus in Großauheim.
„Es ist beeindruckend zu sehen, wie viele Menschen mit ihrem Engagement kirchliches Leben vor Ort gestalten“, stellte Bischöfin Dr. Beate Hofmann fest. Egal ob jung oder alt: „Unsere Kirche lebt von den Menschen, die sich einbringen und unsere christlichen Werte erlebbar machen.“

Die Angebote im Kirchenkreis richten sich dabei nicht nur an Kirchenmitglieder, sondern erreichen viele Menschen darüber hinaus. Das unterstreiche die gesellschaftliche Bedeutung der Kirche, so Dekan Dr. Martin Lückhoff: „Kirche ist ein wichtiger Teil unserer Zivilgesellschaft. Sie schafft Räume für Begegnung, bietet Orientierung und steht Menschen in ganz unterschiedlichen Lebenssituationen zur Seite.“ Dafür setze man sich im Kirchenkreis Hanau täglich ein.

Ein weiterer Ortstermin bei frühlingshaftem Wetter
Gesellschaftliche Rolle der Kirche im Main‑Kinzig‑Kreis
Angesichts gesellschaftlicher Veränderungen sei es entscheidend, die Erwartungen und Bedürfnisse der Menschen im Blick zu behalten. Der Kirchenkreis Hanau sei hier auf einem guten Weg, resümierte die Bischöfin zum Abschluss ihrer Reise: „Die Begegnungen und Gespräche hier haben einmal mehr gezeigt, wie lebendig Kirche dort ist, wo Menschen sich mit Engagement und Überzeugung einbringen.“
www.kirchenkreis-hanau.de

Der Kirchenkreis Hanau gehört zur Evangelischen Kirche von Kurhessen‑Waldeck und umfasst 26 Kirchengemeinden mit rund 73.000 Mitgliedern. Er entstand 2014 aus der Fusion der Kirchenkreise Hanau‑Stadt und Hanau‑Land. Die Gemeinden liegen in städtischen wie ländlichen Räumen im Main‑Kinzig‑Kreis. Schwerpunkte der Arbeit sind Seelsorge, Bildung und Lebensbegleitung, Kinder‑ und Jugendarbeit, Kirchenmusik, diakonische Angebote sowie interreligiöser Austausch. Zum Kirchenkreis gehören unter anderem das Diakonische Werk Hanau‑Main‑Kinzig, die Evangelische Jugendberufshilfe PILOT, das Evangelische Forum Hanau und das Jugendpfarramt. Geleitet wird der Kirchenkreis von Dekan Dr. Martin Lückhoff.
