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Bischöfin Dr. Beate Hofmann (l.) ist neue Botschafterin für die Kleinen Riesen. Unser Foto zeigt sie mit Prof. Dr. med. Michaela Nathrath, ehrenamtlich geschäftsführende Gesellschafterin

Bischöfin Dr. Beate Hofmann (l.) ist neue Botschafterin für die Kleinen Riesen. Unser Foto zeigt sie mit Prof. Dr. med. Michaela Nathrath, ehrenamtlich geschäftsführende Gesellschafterin

Kassel / Redaktion ekkw.de
Veröffentlicht 09 Mär 2026

„Diakonie, also gelebte Nächstenliebe, ist ein Lebensthema von mir“, sagt Hofmann. Bereits früh habe sie in der offenen Behindertenarbeit und später in kirchlichen und diakonischen Leitungsfunktionen intensive Einblicke in die Lebenslagen von Familien mit schwerstkranken Kindern gewonnen. Für ihr Engagement als Botschafterin sei die Verbindung von spirituellen, sozialen und politischen Dimensionen der Begleitung von Familien in diesen extrem belastenden Situationen zentral. „Ich will meinen Beitrag dazu leisten, dass sich Familien mit schwerstkranken Kindern nicht alleingelassen fühlen“, so die Bischöfin.

Breite Unterstützung aus Kirche, Politik und Gesellschaft

Neben Dr. Beate Hofmann engagieren sich weitere Persönlichkeiten als Botschafterinnen und Botschafter für die Kleinen Riesen, darunter der Fuldaer Bischof Dr. Michael Gerber, die frühere hessische Staatsministerin Eva Kühne‑Hörmann sowie Dr. Dirk Pörschmann, Direktor des Kasseler Museums für Sepulkralkultur. Schirmherr der Kleinen Riesen Nordhessen ist der Kasseler Regierungspräsident Mark Weinmeister.

www.kleine-riesen-nordhessen.de

Wenn ein Kind schwer krank ist und die gemeinsame Zeit begrenzt scheint, gerät das Leben der ganzen Familie aus dem Gleichgewicht. Der vertraute Alltag bricht weg, Angst und Überforderung prägen das Leben von Eltern, Geschwistern und Angehörigen – oft über einen langen Zeitraum hinweg.

Nach Angaben der Kleinen Riesen Nordhessen leben in der Region rund 300 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit einer lebenslimitierenden Erkrankung, etwa 60 von ihnen sterben jedes Jahr. Viele Familien haben bereits zahlreiche Klinikaufenthalte hinter sich. Nicht selten verbringen die Kinder auch am Lebensende einen großen Teil der verbleibenden Zeit im Krankenhaus – obwohl sich viele wünschen, diese Zeit gemeinsam zu Hause zu verbringen. Hier setzt das Engagement an.

Gegründet wurden die Kleinen Riesen Nordhessen 2014 als Verein, 2022 ging die Arbeit in die gemeinnützige Kleine Riesen Nordhessen gGmbH über und wurde weiter professionalisiert. Das Team hat sich zum Ziel gesetzt, unheilbar schwerstkranke Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene ganzheitlich zu begleiten und ihnen ein Sterben im Kreis ihrer Familie zu ermöglichen. Im Mittelpunkt stehen dabei Lebensqualität, Selbstbestimmung und Würde bis zum Tod.