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Die 29 neuen Religionslehrkräfte in der Brunnenkirche in Hofgeismar mit (hinten von links) Studienleiterin Anke Trömper (RPI Kassel), Studienleiter Prof. Dr. Volkmar Ortmann (RPI Marburg) und Bischöfin Dr. Beate Hofmann.

Die 29 neuen Religionslehrkräfte in der Brunnenkirche in Hofgeismar mit (hinten von links) Studienleiterin Anke Trömper (RPI Kassel), Studienleiter Prof. Dr. Volkmar Ortmann (RPI Marburg) und Bischöfin Dr. Beate Hofmann.

Hofgeismar / Redaktion ekkw.de
Veröffentlicht 06 Feb 2026

Am Beispiel des Psalms „Du stellst meine Füße auf weiten Raum“ hob Bischöfin Hofmann in ihrer Predigt die Potenziale des Religionsunterrichts hervor: In einem leistungsorientierten Schulalltag böte er Raum für Stille, für Gefühle, um unterschiedliche Perspektiven kennenzulernen und um sich eine eigene Meinung zu bilden. „Religionsunterricht bietet Begegnung mit existenziellen Fragen, Raum zur Erprobung religiöser Perspektiven und Begegnung mit christlicher Kultur“, machte sie deutlich. 

Portraitfoto von Bischöfin Dr. Beate Hofmann
«Religionsunterricht bietet Begegnung mit existenziellen Fragen, Raum zur Erprobung religiöser Perspektiven und Begegnung mit christlicher Kultur.»
Bischöfin Dr. Beate Hofmann

Weil er aber auch umstritten sei und in manchen Schulen keinen Raum mehr habe, sei es umso wichtiger, Formate zu finden, in denen sich das Potenzial des Religionsunterrichts entfalten könne. So könnten Schülerinnen und Schüler den Wert des Faches erfahren. Dafür machte die Bischöfin den frisch befähigten Religionslehrkräften Mut, auch mit Verweis auf den Psalm: Er zeige, dass Gottes Liebe nicht einengt, sondern „Kraft gibt und neue Horizonte öffnet“.

Schule und Unterricht
Religionsunterricht in der Drei-Burgen-Schule in Felsberg.

Weitere Informationen zum Thema Schule und Unterricht in der EKKW gibt es im Internet unter www.ekkw-macht-schule.de sowie zur religionspädagogischen Arbeit unter www.rpi-ekkw-ekhn.de

Religionslehrkräfte in der EKKW

In der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) werden pro Jahr 50 bis 60 Religionslehrerinnen und -lehrer in zwei großen Gottesdiensten bevollmächtigt. Neben den Lehrkräften unterrichten aktuell 156 Gemeindepfarrerinnen und -pfarrer im EKKW-Gebiet evangelische Religion, überwiegend in Grundschulen. Zudem gibt es 50 hauptamtliche Schulpfarrerinnen und -pfarrer, die meist in weiterführenden und Beruflichen Schulen tätig sind. Hessenweit besuchten zuletzt mehr als 270.000 Schülerinnen und Schüler evangelischen Religionsunterricht; annähernd 5.400 fachlich qualifizierte Lehrerinnen und Lehrer unterrichten evangelische Religion.

Die Website macht-sinn.info stellt neben diesem Berufsbild weitere Berufe in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck vor.

Berufsbild vorgestellt: Wer Religionslehrerin oder -lehrer werden will, musst Theologie studieren. Dabei eignet man sich nur komplexes theologisches und philosophisches Wissen an, sondern setzt sich immer auch mit sich selbst auseinander.

Religionsunterricht vor besonderen Herausforderungen

Der Weg zum Unterrichten im Fach Evangelische Religion ist vielseitig: Neben der fachlichen Ausbildung an der Universität gehören dazu praktische Erfahrungen im Schulalltag und regelmäßige Fortbildungen. Gleichzeitig steht der Religionsunterricht heute vor besonderen Aufgaben. Viele Kinder und Jugendliche wissen wenig über Religion, die Klassen sind oft bunt gemischt, und Schulen suchen passende Formen, das Fach gut einzubinden. Warum der Religionsunterricht dennoch wichtig bleibt und wie Lehrkräfte darauf vorbereitet werden, erfahren Sie in unserem ausführlichen Hintergrundbericht.