Zudem fordert die EMS, die Grundlagen für ein friedliches Zusammenleben zu schaffen und die Menschenrechte zu wahren, heißt es in einer Mitteilung aus der vergangenen Woche. Die Organisation mit Sitz in Stuttgart zeigt sich besorgt über die Massenflucht aus dem verwüsteten Südlibanon, das Leid im Gazastreifen und die zunehmende Siedlergewalt im Westjordanland. Davon seien auch viele Partnerkirchen betroffen. Rechtsextreme Kräfte in der israelischen Regierung förderten ein Klima des Hasses.
Kritik an israelischer Haftpraxis
Die EMS kritisiert den Einsatz der sogenannten Administrativhaft durch israelische Behörden scharf. Dabei werden Menschen ohne Anklage inhaftiert. Die Organisation fordert die Freilassung von Natalie Abu Dayyeh, einer evangelisch-lutherischen Christin aus Ramallah. Sie sei nach Angaben der EMS gemeinsam mit anderen Studentinnen nachts aus einem Studentenwohnheim heraus verhaftet worden.
Gleichzeitig verurteilt die EMS die Gewalt militanter Gruppen wie der Hamas und der Hisbollah. Diese habe großes Leid über die Region gebracht. Die notwendige Entwaffnung solcher Organisationen könne nur durch eine Stärkung internationaler Mechanismen wie der UN-Mission UNIFIL gelingen.
Appell an die Bundesregierung
An die deutsche Politik richtet die EMS die Forderung, vorhandene Handlungsmöglichkeiten beherzter zu nutzen. Dazu gehöre eine völkerrechtlich fundierte Bewertung der Kämpfe. Außerdem müssten die deutschen Gesetze zum Export von Rüstungsgütern konsequent angewendet werden.
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Die Evangelische Mission in Solidarität (EMS) e.V. ist eine Gemeinschaft von Kirchen und Missionsgesellschaften auf drei Kontinenten. 25 evangelische Kirchen und fünf Missionsgesellschaften in Europa, Afrika, Asien und dem Nahen Osten bilden ein internationales Netzwerk langfristiger Partnerschaften. In Deutschland gehören der EMS die evangelischen Landeskirchen in Baden, Hessen und Nassau, Kurhessen-Waldeck, der Pfalz und Württemberg sowie die Evangelische Brüder-Unität (Herrnhuter Brüdergemeine) und die Deutsche Ostasienmission (DOAM), die Basler Mission – Deutscher Zweig (BMDZ) und der Evangelische Verein für die Schneller Schulen (EVS) an.
