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Weil staatliche Hilfe überfordert ist, versorgen Partnerkirchen des GAW Geflüchtete vor Ort mit Decken, Wasser und Hygieneartikeln, öffnen Schulen und Gemeinderäume als Notquartiere und bieten seelische Begleitung und Bildung. Unser Foto zeigt Helferinnen vor Ort.

Weil staatliche Hilfe überfordert ist, versorgen Partnerkirchen des GAW Geflüchtete vor Ort mit Decken, Wasser und Hygieneartikeln, öffnen Schulen und Gemeinderäume als Notquartiere und bieten seelische Begleitung und Bildung. Unser Foto zeigt Helferinnen vor Ort.

Kassel/Libanon, Redaktion ekkw.de
Veröffentlicht 25 Mär 2026

Aus den beiden Partnerkirchen des GAW im Libanon – der National Evangelical Synod of Syria and Lebanon (NESSL) und der Armenischen Evangelischen Kirche – haben das GAW konkrete Bitten um Hilfe erreicht, teilte Pfarrer Thomas Dilger, Vorsitzender des Gustav-Adolf-Werks (GAW) Kurhessen-Waldeck e.V., mit. Viele Familien mussten ihre Häuser verlassen und suchen Schutz, unter anderem in Schulen und Kirchen der evangelischen Gemeinden. Ganze Ortschaften, insbesondere im Süden des Libanon, sind schwer beschädigt, viele Menschen stehen erneut vor dem Nichts, berichtet Dilger.

Gleichzeitig leben weiterhin Hunderttausende Geflüchtete aus Syrien im Libanon, häufig unter äußerst schwierigen Bedingungen. Besonders Kinder und Jugendliche wachsen in Unsicherheit auf, mit eingeschränktem Zugang zu Bildung und stabilen Lebensverhältnissen. Die evangelischen Partnerkirchen versuchen, diesen Menschen in einer angespannten Situation beizustehen, heißt es in der Mitteilung.

Aufruf zur Solidarität

Das GAW ruft Gemeinden und Einzelpersonen dazu auf, die Nothilfe für den Libanon durch Spenden oder Kollekten zu unterstützen. „Gott ist unsere Zuversicht und Stärke, eine Hilfe in den großen Nöten, die uns getroffen haben.“ (Psalm 46,2). Jede Gabe trage dazu bei, konkrete Hilfe zu ermöglichen und ein Zeichen christlicher Verbundenheit zu setzen, heißt es in dem Aufruf.

GAW Spendenkonto:

Evangelische Bank Kassel
IBAN: DE81 5206 0410 0000 8000 58
BIC: GENODEF1EK1
Kennwort: Nothilfe Libanon

Evangelische Gemeinden leisten konkrete Hilfe

Vor Ort leisten die Gemeinden und diakonischen Werke der Partnerkirchen vielfältige Unterstützung. Sie nehmen Vertriebene auf, organisieren Unterkünfte und versorgen Familien mit dem Lebensnotwendigen. Darüber hinaus bieten sie psychosoziale Begleitung an und schaffen Bildungsangebote sowie sichere Räume für Kinder und Jugendliche. Auch Schülerinnen, Schüler und Studierende werden unterstützt, damit ihre Ausbildung trotz Flucht und finanzieller Not fortgesetzt werden kann.

Ein Beispiel für die aktuelle Situation ist die evangelische Gemeinde der NESSL in Alma Al-Shaab im Südlibanon. Dort mussten Gemeindemitglieder erneut fliehen, nachdem sie zuvor versucht hatten, ihr Leben wieder aufzubauen. Das GAW steht hierzu im engen Austausch mit den Verantwortlichen vor Ort. Diese Unterstützung ist nur ein Teil der erbetenen Hilfe, steht jedoch beispielhaft für die Lage vieler Menschen im Land.