Rund 41.600 Besucherinnen und Besucher kamen bereits in die Stadtpfarrkirche, um die multimedialen Inszenierungen biblischer Herzgeschichten zu erleben, 11.000 suchten Ruhe in der Severikirche, 16.000 Menschen verfolgten Konzerte und Veranstaltungen auf der Himmelsbühne und 200 Hessentags-Gäste ließen sich in der Gondel des Riesenrads segnen. Bewegt und dankbar blicken Bischof Dr. Michael Gerber vom Bistum Fulda und Bischöfin Dr. Beate Hofmann von der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) auf den großen ökumenischen Auftaktgottesdienst zurück, zu dem am vergangenen Sonntag 6.000 Menschen gekommen waren.

Bischof Gerber in der Segensgondel im Riesenrad auf dem Hessentag. Unter dem Motto „Herzblick“ können Fahrgäste hoch über den Dächern einen persönlichen Segen empfangen.

Bischöfin Hofmann und Bischof Gerber verewigen sich mit Uterschrift an einer Tafel neben der „Himmelsbühne Herzklang“.
Verbundenheit in Vielfalt macht Hoffnung
Überwältigt von dem großen Zuspruch zeigt sich auch das Projektteam der Kirchen. „Besonders bewegt uns, wie viele Menschen unsere Angebote und Veranstaltungen berührt verlassen haben“, sagt Elena Otto, Pastoralreferentin im Bistum Fulda. Ihr Dank gilt den rund 170 Ehrenamtlichen: „Hinter diesen wertvollen Begegnungen standen zahlreiche Engagierte, die diese Orte mit Herz gestaltet, Menschen begleitet und der Kirche ein Gesicht gegeben haben“, so Otto.
„Der Hessentag hat uns gezeigt, wie viel Kraft in gelebter Ökumene steckt. Menschen unterschiedlicher Prägungen und Traditionen haben gemeinsam Verantwortung übernommen und erfahren: Was uns verbindet, ist größer als das, was uns trennt“, erläutert Pfarrer Dieter Dersch, Hessentags-Beauftragter der EKKW.
Diese Erfahrung von Verbundenheit in Vielfalt mache Hoffnung – nicht nur für die Kirchen, sondern auch für unsere Gesellschaft, ist Dersch überzeugt. Er ergänzt: „Gerade in einer Zeit, in der Unterschiede oft betont werden, zeigt sich: Gemeinsam können wir mehr bewegen als allein.“ Das Projektteam ist sich einig: „Auf diese Erfahrung möchten wir auch über den Hessentag hinaus aufbauen.“

Segensgondel im Riesenrad
Auf dem Hessentag 2026 in Fulda gibt es eine Segensgondel im Riesenrad. Mit einer kirchlichen Mitarbeiterin oder einem Mitarbeiter steigt man gemeinsam ein und man lässt sich während der Fahrt einen persönlichen Segen zusprechen. Warum Pfarrer Bernd Spriestersbach auch mit seiner Frau in diese Gondel steigen will, erzählt er hier.
Vier Orte – ein Herz
Während des Hessentags gestalten die Kirchen vier besondere Orte, die alle das Herz als Symbol für Verbundenheit tragen:
Die „Herzmitte“ (Stadtpfarrkirche, Unterm Heilig Kreuz 1): Das pulsierende Zentrum der Hessentagskirche. Hier erleben Gäste wechselnde Multimedia-Inszenierungen: „Herzdame“ und „Herzkönig“. In der Live-Performance „Herzdame“ agiert die Musicaldarstellerin Debora Ochoa in verschiedenen Rollen, meisterhaft begleitet von Maurice Ravels legendärem „Bolero“, der sich Schlag für Schlag in einen modernen Pop-Song verwandelt. Multi-Screen-Video-Installationen, eigens entwickelte Musik sowie Licht- und Klangräume verbinden sich zu einer emotionalen Erlebniswelt, erläutert der dafür verantwortliche, renommierte Frankfurter Künstler Parviz Mir-Ali. Zudem strukturieren tägliche Orgelmusik (13.15 Uhr), Posaunenserenaden (17.15 Uhr) und der besinnliche „ImPuls zur Nacht“ (22.15 Uhr) den Tag.
Die „Himmelsbühne Herzklang“ (Fulda-Auen, St.-Laurentius-Straße): Ein Programm von über 67 Open-Air-Events und Konzerten wartet hier auf die Besucher. Auf der Himmelsbühne wird es Konzerte, Beiträge und ein Familienprogramm geben – mitgestaltet von Gemeinden, Chören, Bands, kirchliche Gruppen, Jugend- und Seniorenteams. Zahlreiche bekannte Künstlerinnen und Künstler versprechen gute Unterhaltung bei freiem Eintritt, unter anderem Marco Michalzik + Jonnes, das Musikkabarett Duo Camillo, Kindermusiker Herr H. und Liedermacher Clemens Bittlinger.
Die „Herzzeit“ (Severikirche, Severiberg 3): Wer eine Oase der Ruhe abseits des bunten Trubels sucht, findet hier seinen Platz zum Durchatmen. Sanfte Impulse aus Musik und Wort schenken Momente der Besinnung. Direkt hinter der Kirche lädt das Antoniuscafé mit Kaffee, Kuchen und einer Kinderecke zum Verweilen ein. Puppenspieler Andreas Wahler führt ein Programm für Kinder auf.
Der „Herzblick“ (Am Riesenrad, Am Rosengarten 5): Ein ganz besonderes Angebot ist der tägliche Segen im Riesenrad. Von 15 bis 19 Uhr (sowie beim Nacht-Special am Samstag, 20. Juni, von 19 bis 21 Uhr) können Fahrgäste in einer Segensgondel hoch über den Dächern einen persönlichen Segen empfangen.
Das Kirchenprogramm auf dem Hessentag beginnt am Freitag, 12. Juni, um 18 Uhr mit der Eröffnung der Hessentagskirche in der Stadtpfarrkirche.
Ökumenischer Gottesdienst zum Hessentag in Fulda
Was verbindet Menschen, ohne Unterschiede einzuebnen? Mit dieser Frage beschäftigten sich Bischöfin Dr. Beate Hofmann von der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck und Bischof Dr. Michael Gerber vom Bistum Fulda beim ökumenischen Hessentagsgottesdienst am Sonntag (14. Juni) auf dem Fuldaer Domplatz. In ihrer dialogischen Predigt deuteten sie das Leitwort „Im Herzen eins“ als Auftrag für Kirche und Gesellschaft. Zugleich machten sie deutlich: Einheit entsteht nicht durch Gleichförmigkeit.

Kirche präsentiert „Herzmitte“ beim Hessentag
Mit Licht, Klang und Projektionen lädt die Installation „Herzmitte“ Besucherinnen und Besucher des Hessentags in Fulda vom 12. bis 21. Juni zu einer Reise durch biblische Geschichten ein. Künstler Parviz Mir-Ali erläutert, wie die multimediale Inszenierung den Gedanken von Gemeinschaft aufgreift.
Kirchen laden zum Hessentag 2026 in Fulda ein
Vom 12. bis 21. Juni 2026 wird in Fulda der Hessentag gefeiert – und die Kirchen sind gemeinsamen mittendrin. Unter dem Motto „Im Herzen eins“ gestalten die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck, die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau sowie das Bistum Fulda erstmals von Beginn an ein gemeinsames ökumenisches Programm. Mehr als 110 Veranstaltungen laden dazu ein, Kirche als Teil der Gesellschaft zu erleben.
Landesposaunentag und Abschlussgottesdienst
Zum Endspurt des Hessentags wird es musikalisch: Der erste ökumenische Landesposaunentag bringt am Samstag, 20. Juni, Musikerinnen und Musiker aus der EKKW, der EKHN und dem Bistum Fulda zusammen. Zu hören sind festliche Choräle und moderne Arrangements.
Musik und Gemeinschaft verspricht zudem der Festgottesdienst „Gott gab uns Atem“ um 13.30 Uhr auf der Himmelsbühne. Ab 18 Uhr sorgt dort das Ensemble „Genesis Brass“ für echte Festivalatmosphäre.
Den feierlichen Abschluss des kirchlichen Hessentags-Programms bildet der Gottesdienst „Vom Kopf zum Herz“ am Sonntag (21. Juni) um 10 Uhr auf dem Universitätsplatz. Gestaltet wird er von Dekan Dr. Thorsten Waap und Dechant Stefan Buß. Im Anschluss beteiligen sich die Kirchen mit einem kreativen Wagen am großen Hessentags-Festzug.
im-herzen-eins.info

Das gesamte Kirchenprogramm zum Hessentag 2026 im Überblick: Unter „Im Herzen eins“ laden vier besondere Orte – von der multimedialen Hessentagskirche über die Himmelsbühne bis zur Segensgondel im Riesenrad – zu Musik, Begegnung, Stille und Segen ein. Alle Termine, Mitmachangebote und Infos im Internet unter im-herzen-eins.info


















