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Dessau/Kassel, Redaktion ekkw.de
Veröffentlicht 19 Aug 2026

Am Sonntag, 30. August, verwandelt sich der Dessauer Marktplatz von 11 bis 18 Uhr in einen Ort der Begegnung. Der 21. Anhaltische Kirchentag steht unter dem Motto „Hoffnungskulturfest“ und beginnt mit einem Gottesdienst unter freiem Himmel. Anschließend sind Besucherinnen und Besucher zu einer großen gemeinsamen Mittagstafel eingeladen. Auf dem Programm stehen Musik, Gespräche, Kinderangebote sowie Begegnungen mit Gästen aus Kirche, Kultur, Diakonie und Gesellschaft.

Zu den angekündigten Mitwirkenden gehören unter anderem die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischöfin Kirsten Fehrs, die Präses der EKD-Synode Anna-Nicole Heinrich, der Musiker Sebastian Krumbiegel sowie die Journalistin Helene Bubrowski, die durch das Programm führen wird.

Verständigung und Hoffnung in bewegten Zeiten

Die Veranstaltung findet nur eine Woche vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt statt. In ihrer Einladung wirbt die Evangelische Landeskirche Anhalts dafür, Kirche mitten in der Gesellschaft sichtbar zu machen und Menschen unterschiedlicher Hintergründe zusammenzubringen.

Kirchenpräsident Karsten Wolkenhauer betont, dass die Kirche gerade in einer unruhigen Zeit ein Zeichen der Zuversicht setzen wolle. Kirche sei einladend, fröhlich, wertschätzend und nah bei den Menschen. Die Hoffnungskultur solle erfahrbar werden, nicht zuletzt durch gemeinsame Gespräche, Musik und Tischgemeinschaft.

Das Portraitfoto zeigt Bischöfin Dr. Beate Hofmann
«Ich fahre nach Dessau, weil ich nicht einfach zuhause sitzen und nichts tun kann, wenn die Demokratie und der Zusammenhalt in Deutschland gefährdet sind. Darum will ich ein Zeichen für eine offene und vielfältige Gesellschaft setzen.»
Bischöfin Dr. Beate Hofmann

Unterstützung aus der EKKW

Auch Bischöfin Dr. Beate Hofmann wird an dem Hoffnungskulturfest teilnehmen. Damit will sie ein Zeichen für demokratischen Zusammenhalt und gesellschaftliche Offenheit setzen: 

„Ich fahre nach Dessau, weil ich nicht einfach zuhause sitzen und nichts tun kann, wenn die Demokratie und der Zusammenhalt in Deutschland gefährdet sind. Darum will ich ein Zeichen für eine offene und vielfältige Gesellschaft setzen. Es ist mir wichtig, die Arbeit der Kirchen in Sachsen-Anhalt für Menschenwürde, Toleranz und Vielfalt zu unterstützen“, so die Bischöfin.

Die Landeskirche Anhalts hatte alle EKD-Mitgliedskirchen eingeladen, sich an dem Kirchentag zu beteiligen. Neben Gästen aus den Nachbarkirchen werden deshalb auch Besucherinnen und Besucher aus anderen Regionen Deutschlands erwartet.

Mitfeiern und mitgestalten

Das Hoffnungskulturfest richtet sich an Einzelpersonen, Familien, Gemeinden und Gruppen. Neben Gottesdiensten und dem Bühnenprogramm sind eine Kirchenmeile mit Informationsständen sowie Angebote für Kinder vorgesehen. Wer möchte, kann sich an den Tischgemeinschaften beteiligen oder die Veranstaltung organisatorisch unterstützen. Die Landeskirche Anhalts wirbt dafür, den Tag als Fest der Begegnung und der gegenseitigen Ermutigung zu erleben.

Mit seinem Leitgedanken der „Hoffnungskultur“ will der Anhaltische Kirchentag Menschen zusammenbringen und zeigen, wie Gemeinschaft, gegenseitiger Respekt und gelebte Solidarität sichtbar werden können. Die Teilnahme, das Mittagessen sowie die Versorgung mit Trinkwasser sind kostenlos.

Landtagswahl in Sachsen-Anhalt

Die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September wird bundesweit mit großer Aufmerksamkeit verfolgt. Hintergrund sind die hohen Umfragewerte der AfD und die Debatte über die Zukunft des demokratischen Zusammenhalts im Land. Die Evangelische Landeskirche Anhalts feiert ihr Hoffnungskulturfest bewusst eine Woche vor der Wahl und versteht es als Ort der Begegnung, Verständigung und Ermutigung.