Der digitale Gesprächsraum war bewusst offen und niedrigschwellig angelegt. Er richtete sich an Menschen, die den Tag als belastend erleben, die Gedanken teilen oder für eine Zeit in Gemeinschaft sein wollten. „Du kannst dich einbringen – oder einfach zuhören“, beschrieben die Beteiligten den Charakter des Abends. Auch wer erst einmal still blieb, war willkommen: „Du kannst reden – oder einfach da sein.“ Gedacht war der Raum für das, was an diesem Tag da ist: Fragen, Gedanken und Stille, aber auch Themen wie Leid, Schuld und Hoffnung.
ekkw.de/zoom

Der Raum war am Karfreitag von 18 bis 20 Uhr geöffnet.
Zwei Teams begleiteten den Abend
Von 18 bis 19 Uhr standen Dekan Norbert Mecke und Pfarrerin Svenja Neumann für Gespräche zur Verfügung. Von 19 bis 20 Uhr übernahmen Dekan Michael Zehender und Pfarrerin Lea-Katharina Müller. Der Zugang erfolgte über www.ekkw.de/zoom. Eine kurze Anleitung erleichterte den Einstieg, bei technischen Fragen unterstützte das Social-Media-Team des Medienhauses der EKKW.
Karfreitag als besonderer Tag
Der Karfreitag gehört zu den wichtigsten christlichen Gedenktagen. Christinnen und Christen erinnern an das Leiden und Sterben Jesu am Kreuz. Besonders in der evangelischen Tradition hat dieser Tag ein großes Gewicht. Er steht für die Erfahrung von Leid und Schuld, aber auch für die Hoffnung, dass Schmerz und Tod nicht das Ende sind. Für viele Menschen ist Karfreitag deshalb ein stiller, ernster und dichter Tag.
Zugleich wird dieser Feiertag sehr unterschiedlich erlebt. Für die einen ist er religiös geprägt, für andere vor allem still, ungewohnt oder schwer auszuhalten. Auch deshalb kann ein offenes Gesprächsangebot an diesem Abend hilfreich sein. Der digitale Raum will niemandem etwas vorgeben, sondern die Möglichkeit schaffen, mit anderen verbunden zu sein, Gedanken zu teilen oder einfach für eine Weile nicht allein zu bleiben.
