Meine Suche

Unser Foto zeigt Motive aus der Kampagne der Kirchen zur Wahl. Dahinter ist das Muster eines Stimmzettels der Kommunalwahl zu sehen.

Unser Foto zeigt Motive aus der Kampagne der Kirchen zur Wahl. Dahinter ist das Muster eines Stimmzettels der Kommunalwahl zu sehen.

Kassel / Redaktion ekkw.de
Veröffentlicht 28 Feb 2026

Die Kirchen machen in dem am 27. Februar 2026 veröffentlichten Aufruf deutlich, dass Wahlen keine Selbstverständlichkeit seien, sondern ein kostbares Gut, das geschützt und aktiv genutzt werden müsse. Wer wähle, übernehme Verantwortung – für den gesellschaftlichen Zusammenhalt ebenso wie für die Zukunft der Städte, Gemeinden und des Landes insgesamt.

Kampagnenmotiv mit der Aufschrift "Aufstehen für"

Wort zur Wahl

der evangelischen und katholischen Kirchen in Hessen zur Kommunalwahl am 15. März 2026

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

gehen Sie wählen! Stärken Sie mit Ihrer Stimme die Demokratie! Am 15. März 2026 können Sie über Ihre kommunale Vertretung entscheiden. Mit Ihrer Stimme gestalten Sie die Zukunft unserer Städte und Gemeinden mit – und damit auch die Zukunft unseres Landes. Als Kirchen in Hessen setzen wir uns für Menschenwürde, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit ein. Freie, gleiche und geheime Wahlen bilden dafür eine unverzichtbare Grundlage. Sie sind keine Selbstverständlichkeit, sondern ein kostbares Gut, das geschützt und aktiv genutzt werden muss.

Indem Sie wählen, übernehmen Sie Verantwortung – für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und für eine lebendige, widerstandsfähige Demokratie. Eine hohe Wahlbeteiligung verleiht den Gewählten ein starkes Mandat.

Die Herausforderungen in unserem Land sind groß und vielfältig: Der wirtschaftliche und gesellschaftliche Strukturwandel in Stadt und Land, mehr Chancengerechtigkeit in Kitas, Schulen, Ausbildung und Studium; soziale Sicherheit und Teilhabe für alle Menschen – für Geringverdienende, für ältere Menschen, Kranke und Menschen mit Behinderung. Und nicht zuletzt die Bewältigung der Folgen des menschengemachten Klimawandels.

Für all das gibt es keine einfachen Lösungen. Umso notwendiger sind Politikerinnen und Politiker, die sich an klaren Werten orientieren, sachlich argumentieren, respektvoll miteinander umgehen und gemeinsam nach Wegen suchen, die einem solidarischen Miteinander und einer guten Zukunft für alle dienen.

Wir danken allen Engagierten in der Kommunalpolitik, die sich vielfach ehrenamtlich für das Gemeinwohl und die Demokratie einsetzen. Ebenso danken wir allen Kandidierenden, die bereit sind, in den kommenden fünf Jahren Verantwortung zu übernehmen.

Mit unserer gemeinsamen, ökumenischen Kampagne „Aufstehen für…“ betonen wir: Menschenwürde, Offenheit und Gerechtigkeit sind tragende Säulen unserer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft – heute und in Zukunft. Deshalb bitten wir Sie: Prüfen Sie bei Ihrer Wahlentscheidung sorgfältig, ob Programme von Parteien und öffentliche Äußerungen von Kandidierenden die Würde jedes Menschen achten, den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken und ein friedliches sowie gerechtes Miteinander fördern.

Nutzen Sie Ihr Wahlrecht! Stehen Sie auf für Menschenwürde und Demokratie.

Bischof Dr. Georg Bätzing
Bistum Limburg

Bischof Dr. Michael Gerber
Bistum Fulda

Bischöfin Prof. Dr. Beate Hofmann
Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck

Bischof Prof. Dr. Peter Kohlgraf
Bistum Mainz

Präses Dr. Thorsten Latzel
Evangelische Kirche im Rheinland

Pastor Lothar Peitz
ACK Hessen-Rheinhessen

Kirchenpräsidentin Prof. Dr. Christiane Tietz
Evangelische Kirche in Hessen und Nassau

„Wir stehen auf für...“ - Leitende Geistliche der christlichen Kirchen in Rheinland-Pfalz und Hessen setzen im Video-Clip ein ökumenisches Zeichen für Demokratie, Menschenwürde, Vielfalt und Zusammenhalt.
Portraitfoto von Bischöfin Dr. Beate Hofmann
Vor Ort geht Demokratie los!

Ein neuer Spielplatz, eine bessere Busverbindung oder mehr Bäume an Straßen. Darüber wird in Kommunalparlamenten oder Gemeinderäten entschieden. Über die Neubesetzung können alle bei den Kommunalwahlen in Hessen mitentscheiden. Mit jeder Stimme kann auch über den gesellschaftlichen Zusammenhalt in allen Städten, Dörfern und Gemeinden entschieden werden. Deswegen rufen die Kirchen mit der Initiative „Aufstehen für“ zur Kommunalwahl auf und so auch Beate Hofmann.

Aufruf und gemeinsame Kampagne

An dem Aufruf beteiligen sich die Bistümer Limburg, Mainz und Fulda sowie die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau, die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck, die Evangelische Kirche im Rheinland und die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Hessen-Rheinhessen.

Zur Kommunalwahl in Hessen und zur Landtagswahl in Rheinland-Pfalz haben die Kirchen zudem die gemeinsame Kampagne „Aufstehen für...“ initiiert, mit der die Grundwerte Menschenwürde, Offenheit und Gerechtigkeit in den Mittelpunkt gerückt werden. Sie rufen die Wählerinnen und Wähler dazu auf, bei ihrer Entscheidung sorgfältig zu prüfen, ob Programme und öffentliche Äußerungen von Parteien und Kandidierenden diese Werte achten, den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken und ein friedliches sowie gerechtes Miteinander fördern. 

www.aufstehen-fuer.de
Kampagnenmotiv mit der Aufschrift "Aufstehen für"

Mit der Kampagne „Aufstehen für...“ wollen christlichen Kirchen in Hessen und Rheinland-Pfalz ein gemeinsames Zeichen für Demokratie, Menschenwürde, Vielfalt und gesellschaftlichen Zusammenhalt setzen – und gegen extremistische Tendenzen.