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Die Brüder Grimm im Wald

Die Brüder Grimm im Wald

Kassel / Olaf Dellit, blick in die kirche
Veröffentlicht 25 Sep 2026

„Von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen“, heißt ein bekanntes Märchen der Brüder Grimm. Doch können Märchen auch Geborgenheit, Zuversicht und Mut spenden? Das glauben jedenfalls die Verantwortlichen der Deutschen Märchenstraße und starten eine Veranstaltungsreihe unter dem Titel „MutMachMärchen“. Los geht es am Sonntag, 18. Oktober, um 11.30 Uhr in der Grimmwelt in Kassel. Dort ist die Märchenerzählerin Andrea C. Ortolano zu erleben.

Vor zehn Jahren wurde das Märchenerzählen zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO erklärt, teilen die Veranstalter mit. Das ist ein Anlass für die Reihe, die in zahlreichen Orten der Deutschen Märchenstraße staffinden soll. „In der Begegnung mit Menschen stellen wir immer wieder fest, dass sich selbst nach über 200 Jahren die Märchen der Brüder Grimm national wie international einer ungebrochenen Bekanntheit und Beliebtheit erfreuen“, wird Märchenstraßen-Geschäftsführer Markus Exner zitiert. Die Mut machenden Märchen sollten das gesellschaftliche Stimmungsbild in Krisenzeiten aufhellen, hofft er.

Der Froschkönig in Alsfeld

Der Froschkönig in Alsfeld

Die Brüder Grimm in Kassel

Die Brüder Grimm in Kassel

Dornröschen in Hofgeismar

Dornröschen in Hofgeismar

Die Deutsche Märchenstraße besteht seit gut 50 Jahren, der Verein wurde im April 1975 gegründet. Sie ist über 1.000 Kilometer lang und erstreckt sich von Hanau bis Bremen. Unter anderem liegen mit Hanau, Steinau an der Straße, Kassel, Marburg und Göttingen – außer Berlin – alle ehemaligen Wohnorte der Brüder Grimm an der Deutschen Märchenstraße. Alle Orte haben Bezüge zu den Grimms, einem ihrer Märchen oder zu anderen Geschichtenerzählern wie Wilhelm Busch, Baron Münchhausen oder Theodor Storm.

Die Märchenstraße ist auch ein touristisches Projekt. Neben 65 Städten und Gemeinden gehören ihr 13 Partnerhotels an (siehe auch Gewinnspiel Seiten 22/23). Sie bietet vielfältiges Informationsmaterial für Menschen, die sich auf die Spur der Märchen machen möchten, ob mit Wohnmobil, E-Bike oder zu Fuß.

Bis zum 22. November sind die MutMachMärchen zu hören. Und, wer weiß, vielleicht gibt es danach eine neue Geschichte; die von dem, der auszog, Zuversicht zu lernen.

Die Deutsche Märchenstraße
Das Foto zeigt eine Landkarte, auf der die Deutsche Märchenstraße eingezeichnet ist.

Auf den Spuren von Frau Holle, Rapunzel und den Brüdern Grimm: Die Karte, die auch in höherer Auflösung als PDF geladen werden kann, zeigt den Verlauf der Deutschen Märchenstraße von Hanau bis Bremen und gibt einen Überblick über ihre märchenhaften Orte und Stationen.

„Erzähl doch mal“ als E-Paper

„Geschichten können viel bewirken“, sagt Schauspieler Thomas Rühmann, bekannt aus der Serie „In aller Freundschaft“. Im Interview mit dem „blick in die kirche-Magazin“ spricht er über eine szenische Lesung, mit der er auch nach Kassel kommt, über seinen Blick auf den Glauben und die junge Generation. Unter dem Titel „Erzähl doch mal!“ dreht sich in der neuen Ausgabe alles um die Kraft des Erzählens. Gemeinsam mit unseren Leserinnen und Lesern besuchen wir eine Buch-Kita, lernen eine Vorleseinitiative für krebskranke Kinder kennen und lassen uns von einer Familie erzählen, wie sie mit zwei schwerstbehinderten Kindern lebt.

Zu Wort kommen außerdem Erzählprofis wie die Märchenerzählerin Gudrun Rathke und Pfarrer Enwood Longwe. Drei Grundschulkinder stellen ihre Lieblingsgeschichten aus der Bibel vor. Das Magazin fragt aber auch, wie sich mit problematischen biblischen Erzählungen umgehen lässt. Bei der Telefonseelsorge und in einem Altenheim zeigt sich, wie gut es tun kann, sich etwas von der Seele zu reden. Und schließlich geht es um Märchen, die sogar einen Gottesdienst prägen können. In der September-Ausgabe gibt es beim Gewinnspiel diesmal einen Hotelaufenthalt im Quellenhof in Bad Wildungen zu gewinnen.

Das „blick in die kirche-Magazin“ ist die Publikumszeitschrift der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck und liegt viermal im Jahr den Tageszeitungen auf dem Gebiet der Landeskirche kostenfrei bei. Die Druckauflage beträgt 211.000 Exemplare, hinzu kommen E-Paper und Webseite.