
Mit den Worten „Schalom“ und „Salam“ greift die Bischöfin die Friedensgrüße aus dem Hebräischen und Arabischen auf. Beide Begriffe stehen für Frieden und verweisen auf die gemeinsame Hoffnung auf ein Ende der Gewalt und auf eine gerechte Perspektive für alle Menschen in der Region.
EKD-Ratsvorsitzende ruft zu Deeskalation auf
Die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Kirsten Fehrs, rief angesichts der militärischen Angriffe Israels, Irans und der USA zu einer Deeskalation auf. Sie blicke mit großer Sorge auf die jüngste Eskalation im Nahen Osten, erklärte Fehrs. „Als Kirche rufen wir zur Deeskalation auf, zum Schutz der Zivilbevölkerung und zu einer Rückkehr an den Verhandlungstisch.“
Weiter sagte Fehrs: „Die Gewaltspirale aus Angriff und Vergeltung stiftet keinen Frieden; sie bringt stattdessen neues, unsägliches Leid über unzählige Menschen.“ Ihre Gedanken und Gebete gälten insbesondere den Menschen im Iran, die seit vielen Jahren unter einem repressiven Regime litten und nun zusätzlich den Schrecken des Krieges erlebten.

Gebet für den Nahen und Mittleren Osten
Gott, Quelle allen Lebens.
Voller Sorge sehen wir, wie sich die Spirale der Gewalt in den letzten Tagen weitergedreht hat. Wir denken an die Menschen im Nahen und Mittleren Osten, die unter Bomben, Zerstörung und Ungewissheit leiden.
Wir wenden uns an dich und bitten
- dass die Menschen im Nahen und Mittleren Osten in Freiheit und selbstbestimmt leben können
- dass das Morden ein Ende nimmt
- dass die Region zu einem gerechten Frieden kommt
- dass die Verantwortlichen in Politik und Gesellschaft sich an den Regeln des Völkerrechts orientieren und für deren Einhaltung eintreten
Segne du diejenigen, die sich für Frieden einsetzen und Brücken zwischen den Völkern bauen, so dass Deine Botschaft des Friedens Wirklichkeit werden kann.
Amen
Angriffe seit Samstag
Am frühen Samstagmorgen (28.2.) hatten Israel und die USA einen Militärangriff auf Iran begonnen. Ziel der Angriffe waren laut Medienberichten militärische Einrichtungen sowie Führungspersonen, die von israelischen und US-amerikanischen Stellen als Bedrohung eingestuft werden. Iran bestätigte Opfer in den eigenen Reihen und reagierte mit Angriffen auf mehrere US-Militärstützpunkte in der Region. Die Lage gilt seither als hochgradig angespannt.
