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Das Bild zeigt einen schmalen Holzweg, der durch hohe Dünen in Richtung Meer führt. Am Horizont sind Strandkörbe zu sehen, darüber ein weiter Himmel mit Wolken. Über dem Motiv steht der Titel „Reisesegen“. In der Mitte ist ein längerer Segensspruch abgedruckt: „Gott sei mit dir auf deinem Weg. Er behüte dich auf allen Straßen, er lasse dich achtsam sein und gelassen. Gott begleite dich im Unterwegssein und bringe dich behütet an dein Ziel. Amen.“ Am unteren Rand wird der Text Bischöfin Beate Hofmann zugeschrieben.

„Gott sei mit dir auf deinem Weg. Er behüte dich auf allen Straßen, er lasse dich achtsam sein und gelassen. Gott begleite dich im Unterwegssein und bringe dich behütet an dein Ziel. Amen.“ (Bischöfin Dr. Beate Hofmann)

Kassel / Redaktion ekkw.de
Veröffentlicht 29 Jun 2026

Gott sieht dich – auch unterwegs

Ist Ihr Koffer schon gepackt? Spüren Sie das Fernweh und die Lust auf Abwechslung? Mit dem Sommer beginnt für viele Menschen die Reisezeit. Der Alltag wird unterbrochen, die Sehnsucht nach Meer oder Gebirge führt weg von zuhause. Reisen steht für Erholung und Begegnung mit Neuem – aber auch für Unsicherheit: Ungewohntes, fremde Orte, nicht alles liegt in der eigenen Hand.

Auf solchen Wegen wie auch an wichtigen Lebensübergängen spielt Segen für viele eine Rolle. Segen meint im christlichen Verständnis nicht Glück oder eine Garantie für gutes Gelingen. Segen heißt zunächst: Gott sieht dich. Dein Leben, dein Weg, deine Entscheidungen sind ihm nicht gleichgültig. Gott richtet seine Aufmerksamkeit auf dich – ohne Bedingungen.

In der Bibel ist Segen Zuspruch und Sendung zugleich. Gott sagt zu Abraham: „Ich will dich segnen.“ Und verbindet damit einen Auftrag: „Du sollst ein Segen sein.“ Segen schließt nicht ab, sondern auf: Er begleitet Menschen auf ihrem Weg, ohne ihnen den Weg abzunehmen.

Kirchliche Segensfeiern greifen diesen Gedanken auf. Oft steht der Segen an Lebensübergängen: wenn ein Kind geboren wird, wenn jemand erwachsen wird, wenn Menschen sich auf einen gemeinsamen Weg oder die letzte Reise machen: Wo Menschen gesegnet werden – im Gottesdienst, in der Familie oder ganz allein – wird ihnen zugesprochen: Du bist nicht allein unterwegs. Gott geht mit, unabhängig davon, ob deine Reise leicht verläuft oder anstrengend ist, ob Pläne aufgehen oder sich verändern.

Segen schützt nicht vor Risiken und ersetzt keine Vorsorge. Aber er markiert eine Haltung: Unser Leben liegt nicht nur in unserer Hand. Segen erinnert daran, dass Vertrauen ein Teil des Unterwegsseins ist – gerade dann, wenn Sicherheiten begrenzt sind.

Darum bitten wir um Gottes Segen: für Reisen, für Übergänge, für neue Lebensabschnitte, für neue Aufgaben. Segen, das heißt, sich bewusst unter Gottes Zuspruch zu stellen. Wer sich segnen lässt, nimmt diesen Zuspruch mit auf den Weg: Du bist gesehen. Auch fern von zuhause. Auch unterwegs.

Gottes Segen auf allen Ihren Wegen!

Ihre 

Bischöfin Dr. Beate Hofmann