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Unser Foto zeigt das historische Landgrafenschloss in Marburg.

Unser Foto zeigt das historische Landgrafenschloss in Marburg.

Marburg / Redaktion ekkw.de
Veröffentlicht 09 Okt 2026

Das Jubiläum biete zugleich die Gelegenheit, nach vorn zu schauen, sagte Nauss bei der Vorstellung des Programms in Marburg. Die Universität habe es geschafft, 500 Jahre zu bestehen, und sei „immer noch am Puls der Zeit“. Der hessische Landgraf Philipp gründete die Marburger Universität 1527 im Zuge der Reformation.

Die Wissenschaft bilde den Kern des Jubiläumsprogramms, erläuterte Vizepräsidentin Evelyn Korn. Das Projekt „Marburger Wissensräume“ mache bislang verschlossene Orte der Universität über das Smartphone digital zugänglich, etwa Forschungslabore. Es ermögliche zudem Einblicke in Institute, die heute nicht mehr existieren, erklärte der Kunsthistoriker Peter Bell. Dazu gehört beispielsweise das ehemalige Dominikanerkloster, auf dessen Fundamenten heute die Alte Universität mit dem Fachbereich Evangelische Theologie steht. Zum Jubiläumsprogramm gehören außerdem wissenschaftliche Tagungen, Feste, Ausstellungen, öffentliche Vorlesungen, ein Theaterprojekt und das Klangbild „Philipps Fanfaren“.

Staffelübergabe auf Radweg „Philipp500“

Das „Start-Event“ für das Jubiläumsjahr ist eine Staffelübergabe von Homberg (Efze) an die Universität am 13. und 14. Oktober. Homberg feiert in diesem Jahr 500 Jahre Reformation in Hessen anlässlich der Homberger Synode von 1526. Studierende der von Landgraf Philipp gegründeten Hessischen Stipendiatenanstalt fahren auf dem neuen Radweg „Philipp500“ nach Marburg und verbinden damit symbolisch die beiden Jubiläen. Im Landgrafenschloss wird am 15. Oktober die Ausstellung „500 Jahre Universität Marburg“ eröffnet.

500jahre.uni-marburg.de

Landgraf Philipp von Hessen errichtete 1527 in Marburg eine Universität mit vier Fakultäten: Theologie, Jura, Medizin und Philosophie. Die Philipps-Universität Marburg ist die älteste heute noch bestehende protestantische Universität der Welt. Derzeit studieren dort rund 21.000 Menschen. An der Universität lehren etwa 380 Professorinnen und Professoren.