Kassel (medio). Die Stiftung Kirchenerhaltungsfonds der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck hat in einer Feierstunde am Dienstagnachmittag (22.01.) in Kassel die Förderbewilligungen für das Jahr 2012 vergeben. Dabei konnten neun Bauvorhaben in neun Kirchenkreisen mit einem Gesamtbetrag von 469.200 Euro gefördert werden, teilte die Pressestelle mit.
Bischof Prof. Dr. Martin Hein würdigte in seinem Grußwort die Arbeit der Stiftung als ein ganz besonderes Projekt der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, das in der EKD einzigartig sei. In den zwölf Jahren ihres Bestehens seien über 6 Mio. Euro gesammelt worden. Bei Einladungen zu Wiedereinweihungsgottesdiensten von Kirchen, in die Stiftungsmittel eingeflossen seien, erlebe er vor Ort hautnah die Früchte der Stiftungsarbeit sowie Freude und Stolz der Menschen, die zum Erfolg beigetragen hätten. «Die Menschen kümmern sich um ihre Kirche», so der Bischof wörtlich. Er dankte dem derzeitigen Stiftungsvorstand, dessen Amtszeit im Dezember 2013 ende.
Vizepräsident Dr. Volker Knöppel betonte, dass das Prinzip der Verdoppelung das Alleinstellungsmerkmal der Stiftung als eines «hochrentierlichen Investmentprogramms» sei. Um die Finanzierung der Verdoppelung sicherzustellen, wolle die Landeskirche ab dem Jahr 2013 jährlich etwa 200.000 bis 300.000 Euro zur Verfügung stellen, um die niedrigen Zinsen des Stiftungskapitals auszugleichen. Zudem werde die Stiftung in den landeskirchlichen Kollektenplan aufgenommen. Das sei Ausdruck einer bedeutenden Anerkennung für die Arbeit der Stiftung. Ein weiterer, besonders wichtiger Erfolg der Stiftung sei die durch Teamarbeit geförderte Zusammenarbeit in der Gemeinde.
Für die Stiftung erklärte der Vorsitzende des Stiftungsvorstandes, Andreas Fehr, dass ehrenamtliches Engagement und «fantasievolle Aktivitäten zur Spendenakquise» sowie «nimmermüder Einsatz» zugunsten von Bauwerken sich lohnten, denn «die Stiftung Kirchenerhaltungsfonds würdigt am heutigen Nachmittag das von Ihnen erbrachte vorbildliche Engagement.» Die Idee der Verdoppelung erbrachter Spenden bewirke eine «ungeheure Motivation für die Spendensammlungen». Abschließend dankte Andreas Fehr allen Hauptamtlichen und Ehrenamtlichen für «die sach- und zielorientierte Mitarbeit». (23.01.2013)
Impressionen:
Die Förderobjekte der Projektliste 2012
Der Stiftungsvorstand hat in seiner Sitzung am 4. Dezember 2012 die Förderung von 9 Kirchengebäuden mit einem Gesamtvolumen von 469.200 Euro beschlossen.
Förderschwerpunkte sind Maßnahmen der Innenrenovierung und künstlerischen Ausgestaltung in denkmalgeschützten Kirchen. Während der Laufzeit der Projektliste vom 14. Juni bis 16. November 2012 haben die Kirchengemeinden durch vielfältige Vorortaktivitäten ein Spendenergebnis von 468.845 Euro erzielt, das von der Stiftung entsprechend der Stiftungsverfassung verdoppelt wird.
Auch in Würdigung des vor Ort gezeigten besonderen Eigenengagements erhielten folgende Kirchengemeinden am 22. Januar 2013 im Rahmen der Feierstunde ihre Bewilligungsbescheide von der Stiftung:
Waldeck-Niederwerbe-Basdorf, Kirchenkreis der Eder, Innenrenovierung Kirche Basdorf
Gesamtförderung: 14.000 Euro
Neuental-Waltersbrück, Kirchenkreis Fritzlar, Orgelrestaurierung
Gesamtförderung: 6.800 Euro
Burghaun, Kirchenkreis Fulda, Innenrenovierung Kirche
Gesamtförderung: 113.200 Euro
Oberweser-Gieselwerder, Kirchenkreis Hofgeismar, Innenrenovierung Kirche mit Orgelrestaurierung
Gesamtförderung: 48.000 Euro
Homberg-Ellingshausen, Kirchenkreis Homberg, Innenrenovierung Kirche
Gesamtförderung: 28.200 Euro
Marburg-Wehrshausen, Kirchenkreis Marburg, Innenrenovierung Kirche
Gesamtförderung: 8.000 Euro
Sinntal-Sterbfritz-Breunings, Kirchenkreis Schlüchtern, Innenrenovierung Kirche Sterbfritz
Gesamtförderung: 92.800 Euro
Breuna-Oberlistingen, Kirchenkreis Wolfhagen, Innenrenovierung Kirche Breuna
Gesamtförderung: 45.600 Euro
Breitenbach am Herzberg, Kirchenkreis Ziegenhain, Innenrenovierung Kirche
Gesamtförderung: 112.600 Euro
Internetradio:
Hören Sie hier einen Beitrag zum Thema mit medio-Reporter Torsten Scheuermann: