In diesem Jahr begleitet die zentrale Frage „Wie viel ist genug?“ die Teilnehmenden durch alle Fastenwochen und lädt ein, auf das eigene Leben zu schauen: Was habe ich im Überfluss? Wofür bin ich beschenkt? Und wie kann ich Verantwortung für eine gerechte und klimafreundliche Zukunft übernehmen? Schritt für Schritt sollen Impulse, Ideen und Anregungen dabei unterstützen, das eigene Handeln zu reflektieren und neue Wege auszuprobieren.
Bereits die offiziellen Materialien betonen, dass ein gelingendes Leben nicht in Verzicht und Engführung bestehen müsse, sondern in einer Haltung der Achtsamkeit und Wertschätzung. Klimafasten ruft dazu auf, „bewusst wahrzunehmen, was im Leben wesentlich ist – und wie wir gemeinsam eine lebenswerte Zukunft gestalten können“, heißt es in einer Mitteilung der Organisatorinnen und Organisatoren, zu denen auch die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) gehört.
In sieben Themenwochen durch die Fastenzeit
Die Fastenzeit ist in sieben Themenbereiche gegliedert, die unterschiedliche Aspekte der Leitfrage in den Blick nehmen. Jede Woche bietet einen thematischen Schwerpunkt, praktische Anregungen, einen Bibelvers und Ideen zum Ausprobieren – geeignet für Einzelpersonen, Familien, Gruppen und Gemeinden. Zu den thematischen Impulsen gehören u. a. die Fragen nach Gerechtigkeit, Gemeinschaft, liebevollem Wahrnehmen oder dem verantwortlichen Umgang mit Zeit.

Impuls aus der EKKW
Mit seinem theologischen Impuls zur 5. Woche der Fastenaktion „Klimafasten 2026“ lädt EKKW-Umweltpfarrer Michael Böttcher dazu ein, über den eigenen Umgang mit Zeit nachzudenken. Unter dem Wochenthema „Zeit erfüllend nutzen, für mich – für andere(s)“ stellt wer eine liturgisch gestaltete Einheit mit Besinnungsfragen, einer Lesung aus Lukas 13,6–9, einem alltagsnahen Impulstext sowie Gebeten und Segen bereit. Er ermutigt dazu, Zeit als Geschenk Gottes wahrzunehmen und jenseits von Leistungsdruck Räume zum Wachsen und Atemholen zu entdecken.
Ein zentrales Begleitmaterial ist die Broschüre „So viel du brauchst“, die durch die Fastenzeit führt und neben Impulsen auch Platz für persönliche Gedanken bietet. Auf der Website der Aktion stehen weitere Materialien, Videos, Projektbeispiele sowie ein Newsletter bereit.
Gemeinschaft erleben – Fastengruppen gründen
Klimafasten versteht sich ausdrücklich als ökumenisches Projekt. Teilnehmende sind eingeladen, sich in Fastengruppen zusammenzufinden, sich auszutauschen und die sieben Wochenthemen gemeinsam zu erkunden. Ein besonderes Anliegen der Aktion ist es, Gemeinschaft erfahrbar zu machen – über Konfessions- und Altersgrenzen hinweg. Auch für Kinder und Jugendliche gibt es kreative Mitmachideen.
Erfahrungen können per E‑Mail eingesendet oder über Social Media geteilt werden – etwa mit dem Hashtag #klimafasten. Auf Instagram, Facebook und YouTube ist die Aktion ebenfalls vertreten.
Offen für alle – unabhängig von Alter oder Glauben
Die Organisatorinnen und Organisatoren betonen, dass jede und jeder mitmachen kann – unabhängig von Glaubenszugehörigkeit oder Vorkenntnissen. Klimafasten lebt von der Vielfalt der Teilnehmenden und ihrem Engagement im Alltag, ob analog in Gemeinden und Gruppen oder digital. Viele Gemeinden und Initiativen bieten zusätzliche Veranstaltungen, Gottesdienste und Aktionen an.
www.klimafasten.de

Die Aktion wird von einem ökumenischen Netzwerk aus 25 Partnerorganisationen getragen. Dazu gehören Bistümer, evangelische Landeskirchen (auch die EKKW), Hilfswerke und die Evangelisch‑methodistische Kirche. Die Schirmherrschaft übernehmen Landesbischöfin Kristina Kühnbaum‑Schmidt (evangelisch), Weihbischof Rolf Lohmann (katholisch) und Bischof Werner Philipp D.Min (methodistisch).
