Den NABU erreichten viele positive Rückmeldungen zur Möglichkeit, Einblicke in eine sonst verborgene Welt der nachtaktiven Eulen zu bekommen, teilte Hartmut Möller vom Naturschutzbund NABU Marburg mit. Ehrenamtliche Helfer installierten bereits im vergangenen Dezember eine Videokamera in rund 60 Metern Höhe im Kirchturm. Die Tiere brüten dort – mit einer mehrjährigen Unterbrechung – schon seit Längerem. Das Uhu-Weibchen, das von der Fangemeinde liebevoll Lisbeth genannt wird, legte im Winter insgesamt drei Eier. Der Uhu-Vater bekam den Namen Hugo.
„Als Lisbeth gegen 5 Uhr kurz den Nistkasten verließ, konnte man am unteren Bildrand Bewegungen am Ei beobachten“, schreibt der NABU im Uhu-Tagebuch auf seiner Internetseite. Für ein fotogenes Bildschirmfoto sei es aber noch zu früh. In den nächsten Tagen werden sich voraussichtlich auch die beiden anderen Küken aus ihren Eiern befreien.
Nutzer aus Argentinien und Armenien
Das Interesse am Livestream ist groß: Rund 3.600 Menschen haben den YouTube-Kanal abonniert, im Chat diskutieren Nutzerinnen und Nutzer über das Geschehen im Nistkasten. Laut NABU wird der Uhu-Livestream aus Marburg von Menschen aus ganz Deutschland aufgerufen. Einzelne Nutzer stammen sogar aus den USA, Argentinien, Österreich, den Niederlanden, Schweden und Armenien.
www.nabu-marburg.de

Der NABU Marburg dokumentiert das Geschehen rund um die Marburger Uhus Lisbeth und Hugo in seinem Uhu‑Tagebuch 2026. Von der Eiablage über den Schlupf der Küken bis zu besonderen Momenten aus dem Livestream hält das Tagebuch Beobachtungen, Fotos und Hintergrundwissen fest. Ein Blick hinein zeigt, warum die Uhus im Turm der Elisabethkirche derzeit so viele Menschen faszinieren.
