Der Theologe Dr. Volker Mantey ist seit Jahren in Reformgremien der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) aktiv. Er spricht mit Christoph Baumanns, Beauftragter für Kommunikation in kirchlichen Transformationsprozessen und Gastgeber der Reihe, darüber, warum spirituelle Haltungen in Veränderungsprozessen unverzichtbar sind. Spirituelle Reflexion sei kein Beiwerk, sondern der Kern kirchlicher Wandlungsfähigkeit, so Mantey.
In der ersten Episode diskutieren Baumanns und Propst Mantey, wie Spiritualität Menschen und Organisationen dabei helfen kann, Veränderung nicht nur zu bewältigen, sondern gestaltend anzunehmen. Sie fragen danach, welche Rolle biblische Geschichten spielen, welches Potenzial spirituelle Praxis entfalten kann und was es bedeutet, Strukturen zu verändern, ohne sich selbst zu verändern.
Zur Person: Volker Mantey, geboren 1972 in Flensburg, studierte Evangelische Theologie in Kiel, Bethel und Bonn. Seit 2002 ist er in Kurhessen‑Waldeck tätig, zunächst als Vikar in Tann, später als Gemeindepfarrer in Spangenberg. 2005 promovierte er, ab 2012 war er an zahlreichen Reformgremien der EKKW beteiligt. Seit 2021 ist Mantey Propst – eine Art Regionalbischof – des Sprengels Marburg. Er ist verheiratet und Vater zweier Kinder.
Eine Entdeckungsreise durch den Wandel
Mit der Podcastreihe möchte die Stabsstelle Reformprozess Menschen innerhalb und außerhalb der Kirche einladen, Veränderungsprozesse besser zu verstehen. Christoph Baumanns spricht mit Gästen, die beruflich oder persönlich Erfahrungen mit Wandel gesammelt haben – mit Mut, Skepsis, Fantasie, Fachwissen und ganz eigenen Geschichten.

Ein neuer Blick auf Veränderung
Die Podcastreihe widmet sich Fragen, die im Reformprozess der EKKW immer wieder aufbrechen: Was prägt Veränderungen in Organisationen? Wann gelingen sie, und wann scheitern sie? Welche Trauer und welche Hoffnung bringen sie mit sich? Und was bedeutet „Um Gottes Willen“ in einer Zeit, in der die Kirche ihre Strukturen, Arbeitsweisen und Selbstbilder neu justiert?
Baumanns beschreibt den Ansatz als gemeinsame Entdeckungsreise. Es gehe nicht darum, fertige Antworten zu präsentieren, sondern Suchbewegungen sichtbar zu machen. Baumanns und seine Gesprächspartnerinnen und -partner grenzten das Themenfeld im Vorfeld ein, „vereinbarten aber nur erste Fragen“ - so bleibe das Gespräch offen und lebendig. Die Gespräche spiegelten die persönlichen Meinungen der Beteiligten wider, heißt es aus der Stabsstelle Reformprozess.
Zweite Folge erscheint am 13. März
In der zweite Folge wird es um die diakonische Arbeit unter finanziellen Veränderungen gehen. Dann spricht Baumanns mit Pfarrerin Annika Weisheit, Geschäftsführerin des Diakonischen Werkes Schwalm‑Eder, über die Auswirkungen der geplanten Kürzungen kirchlicher Zuschüsse an die Diakonie Hessen. Auch die Diakonischen Werke in der Region sind von Kürzungen betroffen: Bis 2035 werden die Zuschüsse der Landeskirche jährlich um 5 Prozent gekürzt, in zehn Jahren also 50 Prozent weniger betragen. Dazu stellt sich besonders die Frage, wie sich die Unterstützung für Menschen in Armut und Not tatsächlich verändern wird. Der Podcast geht dieser Entwicklung im „öffentlichen Wohnzimmer“ von Homberg/Efze nach. Erscheinungsdatum ist der 13. März 2026.

Anders Kirche werden
Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck will trotz knapper werdender Ressourcen eine Kirche mit starker Ausstrahlung sein. Dafür verändern Haupt- und Ehrenamtliche ihre Arbeit und Zusammenarbeit, die Nutzung unserer Gebäude, die Grundordnung, den Finanzhaushalt, die Verwaltung:
