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Die Darstellenden spielten das berühmte Abendmahl-Gemälde von Leonardo da Vinci in der Innenstadt von Fulda nach.

Die Darstellenden spielten das berühmte Abendmahl-Gemälde von Leonardo da Vinci in der Innenstadt von Fulda nach.

Fulda / Redaktion evangelisch.de, ekkw.de
Veröffentlicht 02 Apr 2026

Die Aufregung bleibt – auch nach so vielen Jahren „Mahl ganz anders“. Pastor Frank Muchlinsky vom evangelischen Onlineportal evangelisch.de hoffte, dass alles gut geht. Denn bei jedem Auf- und Abbau der Tische und Gläser kann immer etwas schiefgehen. Bei der Aktion von evangelisch.de geht es darum, gemeinsam in der Öffentlichkeit zu stehen, den eigenen Glauben zu zeigen und kreativ zu sein.

Theater-Performance als Interpretation

Die Mitwirkenden waren in diesem Jahr in Fulda unterwegs, nachdem sie in den vergangenen Jahren in Mainz, Osnabrück, Braunschweig und vielen weiteren Städten gespielt und das Publikum begeistert hatten. Die Szene, die sie in der Fuldaer Innenstadt darstellten, zeigt das Letzte Abendmahl von Leonardo da Vinci. Immer wieder wird dieses neu interpretiert – sei es als Referenz im Film, in der Kunst, im Theater oder eben als Theater-Performance bei „Mahl ganz anders“.

Beitrag der Hessenschau zum Thema vom 2. April 2026 (abrufbar bis 2. Mai 2026)

Begeisterte Reaktionen aus dem Publikum

Die Interpretation in der Fuldaer Innenstadt kam gut an. Tina sah zu und war begeistert. „Es war sehr emotional und authentisch“, sagt sie. Vor allem, weil sie im vergangenen Jahr vor dem Originalgemälde von da Vinci gestanden habe und es sich habe ansehen können. Das Ende der Szene, als Jesus den Jünger Judas ohne Vorwurf einfach nur still ansehe, habe sie besonders berührt und „richtig gepackt“. Der zehnjährige Pontus findet es toll, dass Menschen, die das Letzte Abendmahl noch nicht kennen, es heute durch die Darstellung kennenlernen konnten.

Begleitet von Social Media

Ein Social-Media-Team von evangelisch.de war den gesamten Tag vor Ort und fing die Momente, die an den verschiedenen Spielorten entstanden, in Fotos und Videos ein. Diese wurden auf dem Instagram-Kanal instagram.com/evangelisch.de veröffentlicht.

Interessierte konnten einzelne Stationen live auf dem Instagram-Kanal von evangelisch.de mitverfolgen.

Interessierte konnten einzelne Stationen live auf dem Instagram-Kanal von evangelisch.de mitverfolgen.

Bindung an den Gründonnerstag

Das Besondere an der Aktion „Mahl ganz anders“ sei die Bindung an den Gründonnerstag, dessen Bedeutung vielen gar nicht bekannt sei, teilt evangelisch.de mit. An diesem Tag gedenken Christinnen und Christen des letzten Abendmahls Jesu am Vorabend seiner Kreuzigung. Die damit verbundene Erzählung in den Evangelien wird von da Vinci dargestellt und von den Darstellerinnen und Darstellern bei „Mahl ganz anders“ in Bewegung gebracht. In die Rolle zu schlüpfen, innezuhalten und sich ganz intensiv mit dem letzten Abendmahl auseinanderzusetzen, bewege sie sehr.

Stimmen der Beteiligten

Die Kirchentagspastorin Anne freut sich, dass Kirche raus auf die Straße geht. Hiltrud ist Pfarrerin im Ruhestand. Für sie ist es eine Ehre, Jesus spielen zu dürfen – aber auch eine Herausforderung. Durch die Rolle würde sie sich ihm ganz neu nähern. Emily ist zum ersten Mal dabei und freut sich, dass Kirche nicht nur traditionell ist. Und Uwe war schon mehrfach dabei: Die Freude auf die Aktion sei immer wieder da, auch wenn jede Aktion anders verlaufe.

Rundgang durch die Innenstadt

Der Lauf durch Fulda startete um 13 Uhr vor dem Hauptbahnhof. Von dort zog die Gruppe bis etwa 17 Uhr durch die Innenstadt. Stationen waren unter anderem der Uniplatz, der Buttermarkt, die Karlstraße an der Ecke Mittelstraße, der Gemüsemarkt, Unterm Heiligen Kreuz und der Domplatz.

Unterstützt wurde die Aktion in Fulda von der Christuskirche und der Bonhoeffer‑Kirchengemeinde. Am Abend nahmen die Darstellenden an den dortigen Gottesdiensten teil und gestalteten diese mit.