Im Mittelpunkt der neuen Folge stehen die Auswirkungen geplanter Kürzungen kirchlicher Zuschüsse an die Diakonie. Annika Weisheit ist Geschäftsführerin des Diakonischen Werks des Kirchenkreises Schwalm-Eder. Die regionalen Diakonischen Werke in Kurhessen-Waldeck müssen sich darauf einstellen, dass die Zuschüsse der Landeskirche bis 2035 jährlich um fünf Prozent sinken.
Baumanns und Weisheit sprechen darüber, was diese Entwicklung für die Arbeit vor Ort bedeutet, welche Bereiche besonders unter Druck geraten und welche Spielräume für neue Wege bleiben. Aufgezeichnet wurde die Folge im „öffentlichen Wohnzimmer“ von Homberg/Efze. Dabei geht es nicht nur um finanzielle Zahlen, sondern um konkrete Folgen für Menschen, die auf Unterstützung angewiesen sind. Im Gespräch steht die Frage, was sich in der diakonischen Arbeit verändern darf – und was dabei erhalten bleiben muss.
Zur Person: Annika Weisheit
Annika Weisheit, geboren 1983, studierte Evangelische Theologie in Marburg und Kiel. Ihr Vikariat absolvierte sie von 2011 bis 2013 in Hanau-Kesselstadt. Von 2015 bis 2025 war sie unter anderem Gemeindepfarrerin in Kassel-Harleshausen, Sonderbeauftragte für 18- bis 35-Jährige, Projektleiterin des Fernstudiengangs „Theologie geschlechterbewusst“ sowie Studierendenpfarrerin an der Universität Kassel. Seit Sommer 2025 ist sie Geschäftsführerin des Diakonischen Werks des Kirchenkreises Schwalm-Eder. Sie lebt mit ihren beiden Kindern in Edermünde.

Eine Entdeckungsreise durch den Wandel
Mit der Podcastreihe lädt die Stabsstelle Reformprozess dazu ein, kirchliche Veränderungsprozesse besser zu verstehen. Christoph Baumanns ist Beauftragter für Kommunikation in kirchlichen Transformationsprozessen und spricht mit Gästen, die Wandel aus beruflicher oder persönlicher Erfahrung kennen. Im Mittelpunkt stehen Fragen nach Bedingungen, Chancen und Belastungen von Veränderung in der Kirche. Die Gespräche sind offen angelegt und wollen keine fertigen Antworten geben, sondern unterschiedliche Perspektiven und Suchbewegungen sichtbar machen.
Rückblick auf die erste Folge
Zum Auftakt der Reihe war am 12. Februar die Folge „Spiritualität in der Veränderung“ erschienen. Darin sprach Baumanns mit Propst Dr. Volker Mantey aus dem Sprengel Marburg über die Bedeutung spiritueller Haltungen in Veränderungsprozessen. Mantey machte deutlich, dass spirituelle Reflexion aus seiner Sicht kein Beiwerk, sondern ein wesentlicher Bestandteil kirchlicher Wandlungsfähigkeit ist.

Anders Kirche werden
Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck will trotz knapper werdender Ressourcen eine Kirche mit starker Ausstrahlung sein. Dafür verändern Haupt- und Ehrenamtliche ihre Arbeit und Zusammenarbeit, die Nutzung unserer Gebäude, die Grundordnung, den Finanzhaushalt, die Verwaltung: