Kirche - Aktuell - Nachrichten und Berichte
Evangelische Kirchen sorgen sich um jüdisches Leben
Antisemitismus hat in Deutschland in den vergangenen Jahren in bedrückender Weise zugenommen. Jüdinnen und Juden erleben massive Anfeindungen und Bedrohungen im Alltag, auf der Straße, an Schulen und Hochschulen, in Kultur und Öffentlichkeit und in den sozialen Medien. Vor diesem Hintergrund bekräftigen die evangelischen Kirchen in Hessen ihre Verbundenheit mit allen Jüdinnen und Juden.
Vom Umgang mit schwierigen Bibelgeschichten
Gewalt, Zerstörung und ein Gott, der schwer zu verstehen ist: Manche Bibeltexte werfen Fragen auf und irritieren bis heute. Die Kasseler Theologin Insa Rohrschneider geht diesen Spannungen nach und plädiert dafür, schwierige Geschichten nicht auszublenden. Ein persönlicher und zugleich gut verständlicher Beitrag darüber, wie biblische Texte entstanden sind, was sie vermitteln wollen und warum gerade unbequeme Fragen den Glauben vertiefen können.
Hände tragen die Spuren des Lebens
Manche Hände erzählen mehr als Worte. Für ein Fotoprojekt hat Pfarrer Reinhard Keller Bewohnerinnen und Bewohner eines Seniorenheims porträtiert, allerdings ohne Gesichter, nur ihre Hände. Entstanden sind berührende Schwarz-Weiß-Aufnahmen, in denen sich Lebenswege, Erfahrungen und Erinnerungen spiegeln. Ein einfühlsamer Blick auf das Älterwerden und auf die Spuren, die ein gelebtes Leben hinterlässt.
Die Bühne wartet nur auf Geschichten
Schon als Kind in Malawi lernte Enwood Longwe, wie Geschichten Menschen fesseln und verbinden können. Heute ist er Pfarrer in Bad Arolsen und überzeugt: Erzählen gehört zum Kern des christlichen Glaubens. Im blick-Porträt berichtet er von seinem Weg nach Deutschland, seinen Erfahrungen mit Kirche und Gesellschaft und davon, warum gute Geschichten Orientierung geben, Mut machen und Gemeinschaft stiften können.
Märchen sollen zu Mutmachern werden
Seit Generationen werden Märchen weitererzählt. Nun sollen sie auch Mut machen. Mit der Reihe „MutMachMärchen“ lädt die Deutsche Märchenstraße dazu ein, bekannte Geschichten neu zu entdecken. Im Jubiläumsjahr des touristischen Kulturprojekts geht es um Zuversicht, Fantasie und die Frage, warum die Erzählungen der Brüder Grimm Menschen bis heute berühren und stärken können.
So zerbrechlich kann das Leben sein
Seit vielen Jahren begleiten Sorge, Schlafmangel und die Angst vor dem Verlust ihre Familie. Doch Mahbube Touhidloo und Ali Ebrahimi lassen sich davon nicht bestimmen. Sie kämpfen für ihre schwer kranken Kinder Zahra und Mehdi, schöpfen Kraft aus ihrem Glauben und erleben dabei viel Unterstützung durch andere Menschen. Die bewegende Geschichte einer Familie, die weiß, wie zerbrechlich das Leben ist und warum jeder gemeinsame Tag zählt.
Steine, Lichter und ein paar Blütenblätter
Ein Stein für schwere Zeiten, ein Licht für glückliche Momente und Blütenblätter für geliebte Menschen: In der Bibelstunde von Pfarrerin Merle Blum im Altenhilfezentrum Korbach werden Erinnerungen lebendig. Bewohnerinnen und Bewohner erzählen von Verlust, Hoffnung, Krieg und glücklichen Augenblicken. Ein berührender Einblick in eine Runde, in der nicht nur über die Bibel gesprochen wird, sondern über das Leben selbst.
Seit 50 Jahren ein offenes Ohr für Menschen in Not
Manchmal braucht es nur einen Menschen, der zuhört. Seit 50 Jahren bietet die Telefonseelsorge Main-Kinzig genau das: ein offenes Ohr für Menschen in Krisen, bei Einsamkeit, Trauer oder Sorgen. Hinter dem anonymen Angebot stehen Ehrenamtliche, die Tag und Nacht erreichbar sind. Wir erzählen von einer Arbeit, die meist im Verborgenen geschieht und für viele Menschen doch von unschätzbarem Wert ist.
Geschichten, die nach mehr schmecken
Gudrun Rathke braucht keine große Bühne und kein dickes Buch. Mit ihrer Stimme allein nimmt die Kasseler Märchenerzählerin Menschen mit in andere Welten. Ob in Schulen, Kirchen oder Bibliotheken: Ihre frei erzählten Geschichten wecken Bilder, Gefühle und Fantasie. Im Gespräch erzählt sie, warum Zuhören und Erzählen bis heute Menschen verbinden, weshalb Geschichten „gut schmecken“ können und warum diese alte Kunst überraschend lebendig geblieben ist.
Zwei Menschen fühlen sich beschenkt
Jeder Mensch trägt Geschichten in sich. Manche werden oft erzählt, andere zum ersten Mal ausgesprochen. Salome Möhrer-Nolte von der Telefonseelsorge Nordhessen beschreibt, warum Erzählen entlasten, Orientierung geben und sogar heilsam sein kann. Ein Blick auf die Bedeutung des Zuhörens und darauf, was geschieht, wenn Menschen einander Zeit, Aufmerksamkeit und echtes Interesse schenken.
