Kirche - Aktuell - Nachrichten und Berichte
Gemeinsam reden, gemeinsam Kirche gestalten
Wie kann Kirche offen, geistlich und demokratisch in die Zukunft gehen? Mit dieser Frage haben sich die Landessynoden der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) und der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) am 23. Oktober bei einem gemeinsamen Studientag in Homberg (Efze) beschäftigt. EKKW-Synodenpräses Dr. Michael Schneider betonte die Bedeutung des Gesprächs: Wie Synoden miteinander reden, sei ein „Erfolgsprinzip“ für Kirche und Gesellschaft.
Interkulturelle Woche wirbt für offene Gesellschaft
Alljährlich wirbt die Interkulturelle Wochen bundesweit für Vielfalt und Menschenwürde. 2026 steht sie unter dem Motto „Dafür!“ Anlässlich des Eröffnungsprogramms in Leipzig am vergangenen Wochenende sagte Beate Sträter, Vorsitzende des Ökumenischen Vorbereitungsausschusses: „Es gibt nichts Besseres gegen den Hass, als ein Fest zu feiern, bei dem die Freude und die Freundlichkeit, das Miteinander spürbar und sichtbar werden.“
Können Kirchengebäude gegen Wohnungsnot helfen?
Bezahlbarer Wohnraum wird vielerorts knapp, zugleich stehen Kirchengemeinden vor großen Entscheidungen über die Zukunft von Kirchen, Gemeindehäusern und Pfarrhäusern. Eine digitale Veranstaltungsreihe fragt deshalb, wie Kirche und Diakonie ihre Gebäude und Grundstücke nutzen können, um vor Ort Wohnraum zu schaffen. Zum Auftakt am 30. September diskutiert unter anderem Bischöfin Dr. Beate Hofmann über Chancen und Herausforderungen solcher Projekte.
Thomas Rühmann: Warum Geschichten gegen das Vergessen helfen
Millionen kennen Thomas Rühmann als Dr. Roland Heilmann aus „In aller Freundschaft“. Im blick-Interview spricht der Schauspieler über ein Projekt, das ihn tief bewegt: die Geschichte von neun jungen Frauen, die am Ende des Zweiten Weltkriegs auf einen Todesmarsch geschickt wurden. Warum Erinnern wichtig bleibt, welche Kraft gut erzählte Geschichten haben und weshalb Kirchen dafür besondere Räume sein können, erzählt er im Gespräch mit blick in die kirche.
„Sie waren neun“: Wie ein Jugendprojekt Geschichte neu erzählt
Alles begann mit einer Frage auf einem Friedhof. Jugendliche aus dem sächsischen Wurzen machten sich auf die Suche nach den Spuren der Vergangenheit und stießen auf die Geschichte eines Todesmarsches kurz vor Kriegsende. Aus ihren Nachforschungen entstand ein außergewöhnliches Projekt: Sie übersetzten ein international beachtetes Buch ins Deutsche, gewannen renommierte Preise und sorgten dafür, dass die Schicksale von neun jungen Frauen bis heute weitererzählt werden.
Sie zaubern Kindern ein Lächeln ins Gesicht
Jeden Abend klopfen Ehrenamtliche an die Türen der Kinderkrebsstation im Klinikum Kassel. Sie bringen keine Medikamente mit, sondern Geschichten, Spiele und Zeit. Das Traumsterne-Projekt des Vereins für krebskranke Kinder schenkt jungen Patientinnen und Patienten Momente der Leichtigkeit in einer schweren Lebensphase. Ein einfühlsamer Blick auf Menschen, die mit kleinen Gesten Trost spenden und dabei selbst viel Dankbarkeit erfahren.
Die Tür zur Bücherei steht immer offen
Geschichten entdecken, gemeinsam zuhören und die Welt aus neuen Perspektiven sehen: In der evangelischen Kita „Auf der Baus“ in Treysa gehören Bücher ganz selbstverständlich zum Alltag. Dafür wurde die Einrichtung als Buch-Kita ausgezeichnet. Die Einrichtung zeigt, wie Vorlesen, mehrsprachige Bücher und eine offene Bücherei Kinder fürs Lesen begeistert und warum dabei weit mehr gefördert wird als nur Sprache.
Vom Umgang mit schwierigen Bibelgeschichten
Gewalt, Zerstörung und ein Gott, der schwer zu verstehen ist: Manche Bibeltexte werfen Fragen auf und irritieren bis heute. Die Kasseler Theologin Insa Rohrschneider geht diesen Spannungen nach und plädiert dafür, schwierige Geschichten nicht auszublenden. Ein persönlicher und zugleich gut verständlicher Beitrag darüber, wie biblische Texte entstanden sind, was sie vermitteln wollen und warum gerade unbequeme Fragen den Glauben vertiefen können.
Hände tragen die Spuren des Lebens
Manche Hände erzählen mehr als Worte. Für ein Fotoprojekt hat Pfarrer Reinhard Keller Bewohnerinnen und Bewohner eines Seniorenheims porträtiert, allerdings ohne Gesichter, nur ihre Hände. Entstanden sind berührende Schwarz-Weiß-Aufnahmen, in denen sich Lebenswege, Erfahrungen und Erinnerungen spiegeln. Ein einfühlsamer Blick auf das Älterwerden und auf die Spuren, die ein gelebtes Leben hinterlässt.
Die Bühne wartet nur auf Geschichten
Schon als Kind in Malawi lernte Enwood Longwe, wie Geschichten Menschen fesseln und verbinden können. Heute ist er Pfarrer in Bad Arolsen und überzeugt: Erzählen gehört zum Kern des christlichen Glaubens. Im blick-Porträt berichtet er von seinem Weg nach Deutschland, seinen Erfahrungen mit Kirche und Gesellschaft und davon, warum gute Geschichten Orientierung geben, Mut machen und Gemeinschaft stiften können.
