
Botschaft zum Osterfest
In diesen Tagen von Karfreitag bis Ostern erinnern wir an den gewaltsamen Tod Jesu von Nazareth und seine Auferstehung.
Ostern feiern wir Hoffnung in einer Welt voller Krieg, Gewalt und Tod – Hoffnung auf Leben angesichts von Gräbern und zerstörten Häusern. Jesu Auferstehung zeigt uns Gottes Wirken und die Kraft der Gemeinschaft über den Tod hinaus. Denn die Gemeinschaft um Jesus zerbricht nicht, sondern weitet sich aus. Seine Freundinnen und Freunde, die voller Angst und Enttäuschung vom Kreuz Jesu weggelaufen sind, kommen zurück.
Ostern lädt ein zur Versöhnung in einer Zeit, in der sich Menschen zunehmend aggressiv und hasserfüllt begegnen, in der Ausgrenzung und das Denken in Feindbildern zunehmen. Durch Jesus Christus, durch sein Leiden und Sterben und durch seine Auferstehung schafft Gott einen Raum der Versöhnung, in dem wir uns als Menschen begegnen können – egal, was wir denken oder wählen, woher wir kommen oder wie wir aussehen. Die Kraft der Versöhnung verändert unsere Haltungen und Beziehungen zueinander.
Das Ostergeschehen erschließt einen Raum des Vertrauens, dass der Glaube Gräber öffnen, Hass überwinden und Menschen über Gegensätze hinweg verbinden kann. Die Freundinnen und Freunde Jesu haben das nach seinem Tod erlebt. Menschen weltweit feiern diese Erfahrung bis heute. Ostern stärkt die Hoffnung, dass nicht das Recht des Stärkeren siegt, sondern die Kraft der Liebe. Diese Zuversicht ebnet neue Wege. Und sie macht widerstandsfähig gegen Angst und Verzweiflung – auch und gerade angesichts der vielen erschütternden Nachrichten und schmerzhaften Erfahrungen unserer Zeit.
Dr. Beate Hofmann
Bischöfin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck
Ältestes Fest der Christenheit
Ostern ist das älteste und wichtigste Fest der Christenheit. Es erinnert an die Mitte des christlichen Glaubens: die Auferstehung Jesu Christi von den Toten nach seinem Leiden und Sterben am Kreuz. Die Geschichten von Jesu Leiden, Tod und Auferstehung werden von allen vier Evangelisten in der Bibel beschrieben. Sie erzählen, wie Jesu Jüngerinnen und Jünger am Ostermorgen das leere Grab entdecken und ihnen dort Engel erscheinen, die Jesu Auferstehung verkünden.

Podcast zum Osterfest
Der ekkw.de-Podcast mit Musik und Texten zum Osterfest - Gesprochen von Pfarrer Lars Hillebold aus Kassel.
ZDF überträgt Ostergottesdienst aus Marburg
Am Ostersonntag, 5. April 2026, überträgt das ZDF um 9.30 Uhr den evangelischen Gottesdienst aus der Pauluskirche in Marburg. Unter dem Titel „Von Seifenblasen und Auferstehung“ deutet Dekan Burkhard von Dörnberg die Osterbotschaft mit einem einfachen, aber starken Bild von Hoffnung und neuem Leben.
hr4 überträgt Ostermontags‑Gottesdienst live aus Kassel
Unter dem Motto „Unerhört Neues blüht auf“ überträgt hr4 am Ostermontag, 6. April 2025, einen evangelischen Gottesdienst live aus der Karlskirche in Kassel. Die Sendung läuft von 10.04 bis 11.00 Uhr. Pfarrerin Maike Westhelle stellt in den Mittelpunkt ihrer Predigt die Osterbotschaft von neuem Leben und unerwarteter Hoffnung.
Als Versöhnte Versöhnung leben
In ihrer Karfreitagspredigt in der Kasseler Martinskirche hat Bischöfin Dr. Beate Hofmann Versöhnung als Kern christlichen Glaubens in den Mittelpunkt gestellt. Versöhnung beginne nicht beim Menschen, sondern bei Gott, sagte sie: Gott gehe den ersten Schritt und öffne einen Raum, in dem aus Feindschaft wieder Beziehung werden könne. Wer aus dieser Versöhnung lebe, könne Hass nicht fortschreiben. „Versöhnung braucht innere Einsicht und Bejahung“, so Hofmann. Das Nagelkreuz von Coventry stehe beispielhaft für diesen Weg.



