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Festlich geschmückter Osteraltar in der evangelischen Kirche zu Mandern

Festlich geschmückter Osteraltar in der evangelischen Kirche zu Mandern

Kassel / Redaktion ekkw.de
Veröffentlicht 03 Apr 2026
«Der Herr ist auferstanden! Er ist wahrhaftig auferstanden, Halleluja (Lukas 24, 6+34)»
Wir wünschen Ihnen ein frohes und gesegnetes Osterfest!
Das Foto zeigt Bischöfin Dr. Beate Hofmann in Talar und mit Kreuz-Kette

Botschaft zum Osterfest

In diesen Tagen von Karfreitag bis Ostern erinnern wir an den gewaltsamen Tod Jesu von Nazareth und seine Auferstehung.

Ostern feiern wir Hoffnung in einer Welt voller Krieg, Gewalt und Tod – Hoffnung auf Leben angesichts von Gräbern und zerstörten Häusern. Jesu Auferstehung zeigt uns Gottes Wirken und die Kraft der Gemeinschaft über den Tod hinaus. Denn die Gemeinschaft um Jesus zerbricht nicht, sondern weitet sich aus. Seine Freundinnen und Freunde, die voller Angst und Enttäuschung vom Kreuz Jesu weggelaufen sind, kommen zurück.

Ostern lädt ein zur Versöhnung in einer Zeit, in der sich Menschen zunehmend aggressiv und hasserfüllt begegnen, in der Ausgrenzung und das Denken in Feindbildern zunehmen. Durch Jesus Christus, durch sein Leiden und Sterben und durch seine Auferstehung schafft Gott einen Raum der Versöhnung, in dem wir uns als Menschen begegnen können – egal, was wir denken oder wählen, woher wir kommen oder wie wir aussehen. Die Kraft der Versöhnung verändert unsere Haltungen und Beziehungen zueinander.

Das Ostergeschehen erschließt einen Raum des Vertrauens, dass der Glaube Gräber öffnen, Hass überwinden und Menschen über Gegensätze hinweg verbinden kann. Die Freundinnen und Freunde Jesu haben das nach seinem Tod erlebt. Menschen weltweit feiern diese Erfahrung bis heute. Ostern stärkt die Hoffnung, dass nicht das Recht des Stärkeren siegt, sondern die Kraft der Liebe. Diese Zuversicht ebnet neue Wege. Und sie macht widerstandsfähig gegen Angst und Verzweiflung – auch und gerade angesichts der vielen erschütternden Nachrichten und schmerzhaften Erfahrungen unserer Zeit.

Dr. Beate Hofmann
Bischöfin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck

Am Ostersonntag, 5. April 2026, hat das ZDF um 9.30 Uhr den evangelischen Gottesdienst aus der Pauluskirche in Marburg übertragen. Hier können Sie ihn in der Aufzeichnung aus der ZDF-Mediathek mitfeiern.
Videobeitrag
Die Lukas- und Pauluskirche gehört mit der Richtsberggemeinde zur Evangelischen Immanuel-Kirchengemeinde in Marburg. Die Pauluskirche und das Gemeindehaus wurden am Ostermontag 1963 feierlich eingeweiht.
2026
ZDF überträgt Ostergottesdienst aus Marburg

Am Ostersonntag, 5. April 2026, überträgt das ZDF um 9.30 Uhr den evangelischen Gottesdienst aus der Pauluskirche in Marburg. Unter dem Titel „Von Seifenblasen und Auferstehung“ deutet Dekan Burkhard von Dörnberg die Osterbotschaft mit einem einfachen, aber starken Bild von Hoffnung und neuem Leben.

2026
hr4 überträgt Ostermontags‑Gottesdienst live aus Kassel

Unter dem Motto „Unerhört Neues blüht auf“ überträgt hr4 am Ostermontag, 6. April 2025, einen evangelischen Gottesdienst live aus der Karlskirche in Kassel. Die Sendung läuft von 10.04 bis 11.00 Uhr. Pfarrerin Maike Westhelle stellt in den Mittelpunkt ihrer Predigt die Osterbotschaft von neuem Leben und unerwarteter Hoffnung.

2026
Als Versöhnte Versöhnung leben

In ihrer Karfreitagspredigt in der Kasseler Martinskirche hat Bischöfin Dr. Beate Hofmann Versöhnung als Kern christlichen Glaubens in den Mittelpunkt gestellt. Versöhnung beginne nicht beim Menschen, sondern bei Gott, sagte sie: Gott gehe den ersten Schritt und öffne einen Raum, in dem aus Feindschaft wieder Beziehung werden könne. Wer aus dieser Versöhnung lebe, könne Hass nicht fortschreiben. „Versöhnung braucht innere Einsicht und Bejahung“, so Hofmann. Das Nagelkreuz von Coventry stehe beispielhaft für diesen Weg.

Ältestes Fest der Christenheit

Ostern ist das älteste und wichtigste Fest der Christenheit. Es erinnert an die Mitte des christlichen Glaubens: die Auferstehung Jesu Christi von den Toten nach seinem Leiden und Sterben am Kreuz. Die Geschichten von Jesu Leiden, Tod und Auferstehung werden von allen vier Evangelisten in der Bibel beschrieben. Sie erzählen, wie Jesu Jüngerinnen und Jünger am Ostermorgen das leere Grab entdecken und ihnen dort Engel erscheinen, die Jesu Auferstehung verkünden.

Im Jahr 325 bestimmte das Konzil von Nicäa den Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühling als Ostertermin. Seither wird das Auferstehungsfest in den westlichen Kirchen zwischen dem 22. März und dem 25. April begangen. In diesem Jahr fällt Ostern auf den 5. und 6. April. In der frühchristlichen Kirche waren Taufen in der Osternacht besonders beliebt.

Altarbibel in der Kasseler Christuskirche

Jesu Auferstehung

Aus der Bibel nach Markus 16, 1-8

«Und als der Sabbat vergangen war, kauften Maria Magdalena und Maria, die Mutter des Jakobus, und Salome wohlriechende Öle, um hinzugehen und ihn zu salben. Und sie kamen zum Grab am ersten Tag der Woche, sehr früh, als die Sonne aufging. Und sie sprachen untereinander: Wer wälzt uns den Stein von des Grabes Tür? Und sie sahen hin und wurden gewahr, dass der Stein weggewälzt war; denn er war sehr groß.

Und sie gingen hinein in das Grab und sahen einen Jüngling zur rechten Hand sitzen, der hatte ein langes weißes Gewand an, und sie entsetzten sich. Er aber sprach zu ihnen: Entsetzt euch nicht! Ihr sucht Jesus von Nazareth, den Gekreuzigten. Er ist auferstanden, er ist nicht hier. Siehe da die Stätte, wo sie ihn hinlegten. Geht aber hin und sagt seinen Jüngern und Petrus, dass er vor euch hingeht nach Galiläa; da werdet ihr ihn sehen, wie er euch gesagt hat. Und sie gingen hinaus und flohen von dem Grab; denn Zittern und Entsetzen hatte sie ergriffen. Und sie sagten niemand etwas; denn sie fürchteten sich.»

(Quelle: Lutherbibel, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart)

Verbindung mit dem jüdischen Pessach-Fest

Das christliche Osterfest steht in enger Verbindung mit dem jüdischen Pessach-Fest. Denn Jesu Sterben und Auferstehung ereigneten sich nach der biblischen Überlieferung in Jerusalem zur Zeit des Pessach-Festes. Das Pessach-Fest, auch Fest der ungesäuerten Brote genannt, ist eines der ältesten und wichtigsten jüdischen Feste.

Der Davidstern in der Synagoge in Kassel
«Pessach erinnert daran, dass Freiheit ein Geschenk ist – und eine Aufgabe, für die wir gemeinsam Verantwortung tragen.»
Bischöfin Beate Hofmann

Bischöfin Beate Hofmann wünscht den jüdischen Gemeinden ein gesegnetes Pessach-Fest, das stärkt, tröstet und Hoffnung weckt. Die Nähe von Pessach und Ostern mache bewusst, wie eng die christliche Glaubenstradition an die jüdische anknüpfe. Es sei ihr ein besonderes Anliegen, den gewachsenen Dialog zwischen Judentum und Christentum zu stärken, schreibt sie in ihrem Brief an die jüdischen Gemeinden im Gebiet der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck.

Wichtige Parallelen

Trotz der Loslösung des Christentums vom Judentum blieben wichtige Parallelen bestehen: Pessach erinnert an den Auszug der Juden aus der Knechtschaft in Ägypten. Viele Inhalte des Pessach-Festes haben ein Gegenstück in der christlichen Symbolik. So erinnert das Osterlamm, das aus dem an Pessach geschlachteten Lamm hervorgeht, an das Sühneopfer Jesu.

Herkunft des Namens Ostern

Volkstümlich wurde der Name von der Frühlingsgöttin „Ostara“ abgeleitet. Möglicherweise ist er auch das Resultat eines Übersetzungsfehlers. Die lateinische Bezeichnung für die „Weiße Woche“ („hebdomada in albis“) wurde mit dem Wort für die Morgenröte „alba“ – auf Althochdeutsch „eostarun“ – in Verbindung gebracht.

Fragen und Antworten rund um Ostern

Ostern ist reich an Symbolen und Geschichten. Warum feiern Christinnen und Christen die Auferstehung Jesu, was hat es mit Eiern, Lamm und Osterfeuer auf sich, und warum variiert das Datum jedes Jahr? Über die Jahrhunderte haben sich viele volkstümliche Bräuche entwickelt und als Symbole haben sich Ei und Hase durchgesetzt. 

Das Ei ist ein Zeichen für das Leben. Zudem bezahlten viele Menschen im Mittelalter ihre Pachtschulden mit Eiern; ein Zahltag fiel in die Osterzeit. Daraus entwickelte sich der Brauch, Ostereier zu verschenken und zu sammeln. Der Hase konnte zum Symbol der Auferstehung Jesu werden, weil man ihm zuschrieb, niemals zu schlafen.

Wir geben geben kurze und verständliche Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Osterfest.

Was feiern Christen an Ostern?

Ostern ist das älteste und wichtigste Fest der Christenheit. Es erinnert an die Mitte des christlichen Glaubens: Nach seinem Leiden und Sterben am Kreuz ist Jesus Christus von den Toten auferstanden. Gott schenkt neues Leben. Die Bibel erzählt, wie Frauen am Ostermorgen das leere Grab entdecken und dort Engel erscheinen, die Jesu Auferstehung verkünden. In den Tagen danach erscheint er seinen Jüngern beim Gang nach Emmaus. Das christliche Osterfest beendet die Passionszeit (Fastenzeit). Die biblische Erzählung steht in enger Verbindung mit dem jüdischen Pessach-Fest.

Wie wird gefeiert?

Nach der Trauer am Karfreitag wird in den Ostergottesdiensten der Sieg des Lebens über den Tod gefeiert und die Osterkerze entzündet. Viele Gemeinden versammeln sich bereits in der Nacht von Karsamstag auf Ostersonntag, um mit einem Osterfeuer, Kerzen und dem Sonnenaufgang Licht, Leben und Auferstehung symbolisch zu erleben. In vielen Familien und Kirchengemeinden gehören gemeinsame Osterfrühstücke mit bunt gefärbten Eiern und geschmückte Ostersträuße dazu. Höhepunkt für die Kinder ist das Ostereiersuchen.

Warum gehören Eier zum Osterbrauchtum?

Das Ei gilt als Symbol des Lebens und der Auferstehung. Christus hat das Grab und damit den Tod durchbrochen wie ein Küken die Schale seines Eis. Meist rot gefärbte Eier als Ostergeschenke kennt man in Deutschland schon im 13. Jahrhundert. In den orthodoxen Kirchen hat das Osterei besondere Bedeutung, in Russland schreibt man Eiern, die in Kirchen geweiht wurden, magische Fähigkeiten zu. Im Mittelalter bezahlten viele Menschen ihre Pachtschulden mit Eiern. Ein Zahltag fiel auch auf die Osterzeit. Daraus entwickelte sich der Brauch, Ostereier zu verschenken und zu sammeln. Nicht zuletzt ist das Frühjahr auch die Zeit, in der die Hennen nach dem Winter wieder mehr Eier legen.

Was hat das Lamm mit Ostern zu tun?

Das Lamm steht für das Sterben Jesu am Kreuz. «Siehe, das ist Gottes Lamm, das der Welt Sünde trägt», heißt es im Johannes-Evangelium. Schon in der Antike waren junge Schafe klassische Opfertiere. Juden schlachten zum Pessach-Fest ein Lamm. Das Gleichnis vom Lamm Gottes, dem Agnus Dei, ist das ganze Kirchenjahr über in den christlichen Gottesdiensten bei der Abendmahlfeier präsent, in der die Gemeinde bittet: «Christe, Du Lamm Gottes, der Du trägst die Sünde der Welt, erbarme Dich unser.»

Warum ist Ostern jedes Jahr an einem anderen Datum?

Im Jahr 325 bestimmte das kirchliche Konzil von Nicäa den Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühling als Ostertermin. Seither wird das Auferstehungsfest in den westlichen Kirchen zwischen dem 22. März und dem 25. April begangen. In diesem Jahr fällt Ostern auf den 20. und 21. April. Damit wird es 2025 am selben Termin gefeiert wie das orthodoxe Osterfest.

Erklärvideo der Evangelischen Kirche in Deutschland zum Osterfest
Podcast zum Osterfest

Der ekkw.de-Podcast mit Musik und Texten zum Osterfest - Gesprochen von Pfarrer Lars Hillebold aus Kassel.

Der Leidensweg Jesu
Der Einzug Jesu in Jerusalem am Palmsonntag eröffnet die Karwoche. Kurz darauf wird er gekreuzigt. Christinnen und Christen gedenken in dieser Woche Jesu Leidensweg bis zu seinem Tod am Kreuz – und seiner Auferstehung von den Toten.
Karfreitag
Am Karfreitag wird an das Leiden und Sterben Jesu am Kreuz erinnert. Weil Gott Jesus am dritten Tag nach seinem Tod auferweckt, glauben Christen, dass Jesus Gewalt, Schmerzen und Tod ein für alle Mal überwunden über den Tod gesiegt hat.
Feste im Kirchenjahr
Was für den christlichen Glauben grundlegend ist, kehrt jedes Jahr wieder: in der Erinnerung, in der Feier, in den Liedern und Bräuchen. Das Kirchenjahr verbindet von Advent bis Ewigkeitssonntag die Grunddaten des Glaubens mit dem Ablauf des Jahres.