Gute Nachrichten sind einfach himmlisch. Genau das glaube ich. Und: Ich erlebe es. Ein paar Beispiele? Vor ein paar Monaten stellte der Glücksatlas fest: «Die Lebenszufriedenheit in Deutschland stabilisiert sich (…) auf einem hohen Niveau.» Wir befinden uns mehrheitlich auf einem «Zufriedenheitsplateau», heißt es da.
Ich lese es – und schon genieße ich innerlich die gute Aussicht. Noch dazu, wo ich vor den Toren der Stadt lebe, die ihren Spitzenplatz als glücklichste Stadt Deutschlands auch 2025 verteidigt hat: Kassel. Das Leben fühlt sich leichter an, wenn so etwas empirisch bescheinigt wird. Mindestens der Blick verändert sich.
Gute Nachrichten sind himmlisch. Der Himmel öffnet sich anders über einem Tag, wenn man ihn am Frühstückstisch zum Beispiel mit den Internetseiten «Squirrel-news.net», «Goodnews.eu» oder der Gute-Nachrichten-Rubrik von «ZDF-heute» beginnt. Da werden «kleine gute Nachrichten gesammelt, die täglich ein Lächeln schenken können».
Und manche sind sogar groß: «Überlebenschancen bei Krebs steigen», «Berliner Tafel rettet sechs Tonnen Lebensmittel», «Zahl der Organspenden wächst» oder «LED-Umrüstung senkt Lichtverschmutzung in Wien». «Goodnews» etwa sammelt lösungsorientierte Nachrichten bewusst «für mehr Hoffnung, Freude und neue Blickwinkel»!
Ist doch wunderbar, dass unser Neues Testament exakt genauso ansetzt: gleich vier «Homepages» mit der «URL», dem «Uniform Ressource Locator» (die genaue elektronische Adresse einer Internetseite) – also dem Quellenpfad «Evangelium». Das heißt übersetzt ja eben «Gute Nachricht». Die «Hosts», die Gastgeber, Matthäus, Markus, Lukas und Johannes haben sich die Mühe des Zusammenstellens aus der tiefen Überzeugung heraus gemacht, dass gute Nachrichten einfach himmlisch sind: ihre auf jeden Fall.
Sie erzählen das Leben und die Botschaft von Jesus. Sie bieten zur Verständlichkeit alles in üblicher Erzähl-Chronologie: von Geburt und Anfängen über Highlights und Hintergründe bis zum Tod und Ende. Inhaltlich schreiben und malen sie aber eigentlich umgekehrt: vom Zufriedenheitsplateau aus – her von Zuversicht, Hoffnung, Freude und dem neuen Blickwinkel, der sich ihnen Ostern eröffnet hat. Das vermeintliche Ende von Jesus hat Gott zum großen Anfang gemacht und ihn auferweckt.

Ihre Evangelien, gute Nachrichten, laufen in der Spannungskurve auf Jerusalem zu. In ihren Berichten steigen Spannung, Herausforderung und Krisenmodus. Aber darin schwingt immer mit: Jerusalem wird Ostern zur Glückshauptstadt.
Himmlische Nachrichten: Das Leben wird leichter, neu, verwandelt. Für die Evangelisten, die Glücksbotschafter, ist das empirisch gedeckt. Sie verstehen sich mit anderen gemeinsam als Zeugen des auferstandenen Jesus. Das Gute über und von Gott, was er gelebt, gepredigt und repräsentiert hat, behält die Oberhand über alle «Bad News» und «Fake News» oder was uns runterzieht.
Und das, was sie da beschreiben, wirkt. Ich erlebe es so: täglich ein Lächeln, Aufatmen und ein Booster für meine Herzenshaltung. Denn: Das Leben siegt. Die Liebe siegt. Komme, was wolle.
Das ist Ostern. Wer Ostern kennt, kann nicht verzweifeln. Und das Beste dieser ohnehin guten Nachricht: Jesus hat auf seinem ganzen Weg gezeigt, dass Gott mit jedem etwas anfangen kann. Eigene Leistung, Zweifel, Fehltritte, religiöse Unmusikalität oder was auch immer zwischen Gott und mir schief-, verbesserungsfähig oder suboptimal läuft, sind kein Hindernis. Glaube gründet sich auf Gottes Liebe. Sie ist das Zuversichtsplateau, auf dem ich Leben mit guter Aussicht angehen und auch für andere begründen kann. Ich kenne keine überzeugendere Legitimation für die fundamentale Würde und den wichtigen Hoffnungshorizont jedes Menschen.
Gute Nachrichten sind einfach himmlisch. Schlechte Nachrichten sind oft Selbstläufer, gute muss man erst zum Laufen bringen. Dafür gibt es übrigens allen anderen Aufgaben voran die Kirche: als Gute-Nachricht-Agentur. Nicht als billige Gute-Laune-Macherin in schweren Zeiten nach dem Motto: «Alles halb so wild!», sondern lösungsorientiert und mit einem Blick, der sonst schnell abhandenkommt:
Das Vorzeichen, das Gott vor die Klammer unseres Lebens und dieser Welt setzt, ist positiv. Anders formuliert: Wer Gott fragt: «Was soll ich machen?», bekommt zur Antwort: «Lachen!» – und damit selbst «gute Nachricht» und «himmlisch» sein. Na klar: Schließlich wünschen wir uns in diesen Tagen nicht umsonst: Frohe Ostern!
Der Leidensweg Jesu
Ostern
Feste im Kirchenjahr

«Nur gute Nachrichten» als E-Paper
In einer Zeit von schlechten Botschaften präsentiert das „blick in die kirche-Magazin“ eine Ausgabe ausschließlich mit guten Nachrichten. Wir haben mit der Journalistin Gundula Gause („heute journal“) über den Umgang mit Katastrophenmeldungen, über gute Nachrichten, die sie vermelden durfte, über den Glauben und ihr Privatleben gesprochen.
Außerdem waren wir zu Besuch im inklusiven Café Salamanca in Cölbe, bei einem Pfarrer mit Mini-Schweinen, bei einem Mann, der das scheinbar letzte Abendmahl um Jahre überlebt hat und in Kaufungen, wo Seniorinnen uns an ihrer Lebenserfahrung teilhaben lassen. Wir schauen in den Leuchtturm der Schulseelsorge in Oberurff, die Versöhnungsarbeit der Nagelkreuzzentren, in eine Kirche in Hanau und eine ungewöhnliche Kapelle am Edersee.
Dekan Norbert Mecke aus Melsungen erklärt, warum Ostern eine „himmlische gute Nachricht“ ist und Elke Hesse, die Intendantin der Bad Hersfelder Festspiele, erzählt von der verbindenden Kraft des Theaters. Passend dazu gibt es beim Preisrätsel einen Hotelaufenthalt und Theaterkarten für Bad Hersfeld zu gewinnen. Das alles und noch mehr im neuen „blick in die kirche magazin“, das am Karsamstag den Tageszeitungen auf dem Gebiet unserer Landeskirche beiliegt.
Das „blick in die kirche-Magazin“ ist die Publikumszeitschrift der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck und liegt viermal im Jahr den Tageszeitungen auf dem Gebiet der Landeskirche kostenfrei bei. Die Druckauflage beträgt über 210.000 Exemplare, hinzu kommen E-Paper und Webseite.



