Die bisherigen kirchlichen Selbstverständlichkeiten tragen nicht mehr. Ein vollständiges neues Bild von Kirche ist derzeit unmöglich, weil gesellschaftliche und innerkirchliche Entwicklungen zugleich radikal und unübersichtlich verlaufen. Unsere Kirche lebt derzeit im Zwischenraum.
Wir erleben einen epochalen Wandel, hier in Hanau spüren Sie den schon stark: Wir erleben das Ende der staatsanalogen Volkskirche als Mehrheitskirche.
Vieles, was über Jahrzehnte vertraut war, trägt nicht mehr: die Selbstverständlichkeit von Zugehörigkeit, die kirchliche Prägung im Elternhaus, die breite gesellschaftliche Verankerung. Und zugleich erkennen wir: Das Neue ist noch nicht fertig entwickelt.
Und wir erleben immer wieder radikale Disruptionen wie die Coronapandemie, Krieg, Energiekrisen, möglicherweise bald einen ersten AfD-Sieg in einem Bundesland mit massiven Folgen für die Kirche.
Zwischenraum, Zwischenland haben wir das genannt, wobei die biblischen Anklänge auch fehlleiten, denn wir kommen nicht aus der Sklaverei und wir gehen eher nichts ins gelobte Land, aber ganz sicher dem Reich Gottes entgegen.













