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Ein Tag ohne Frauen
Dokumentarfilm von Pamela Hogan, Hrafnhildur Gunnarsdottier
Island, USA 2024
71 Minuten

Aufbruch lag in der Luft. In Europa und den USA gingen Mädchen und Frauen auf die Straßen, protestierten gegen tradierte Rollenbilder. Lippenstift und Lockenwickler wurden aus den Badezimmern verbannt. Sich selbst wollten sie gefallen, nicht den Männern. Schluss mit unterbezahlten Jobs – Gleichberechtigung war das Ziel. Wie das geht, zeigten isländische Frauen. 1970 traten 90 Prozent der Isländerinnen in einen Streik. Sie nahmen sich einen Tag frei, um zu zeigen, wie wichtig die weibliche Hälfte der Gesellschaft für das Wohl aller ist. Der Dokumentarfilm „Ein Tag ohne Frauen“ erzählt so pointiert wie unterhaltsam von diesem geschichtlichen Ereignis und dessen Konsequenzen. Historische Aufnahmen wechseln sich ab mit Erinnerungen, persönlichen Einschätzungen der Aktivistinnen und animierten Szenen. Klug montiert entwickelt der Film Tempo und lässt das Publikum bei den Entwicklungen mitfiebern. Am Anfang berichtet Vigdís Finnbogadóttir schmunzelnd, wie ihr sehr freundlich gesagt wurde, sie könne keine Schiffskapitänin werden, denn sie sei ein Mädchen. Funfact: Finnbogadóttir wurde 1980 die erste weibliche Präsidentin von Island. Und nicht nur das – sie ist weltweit die erste Frau, die zum Staatsoberhaupt eines Landes gewählt wurde. Geht doch. (ig)

Besonders geeignet für:

Schule
Außerschulische Jugendbildung
Erwachsenenbildung 

 

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