Tremolo
Kurzspielfilm von Leonard Mink
Deutschland 2024, 20 Minuten
Ein Flügel, eine Gitarre, riesige Lautsprecherboxen. Fasziniert schaut Aron in das Zimmer. Vielleicht wird der Aufenthalt bei seinem Vater doch nicht so schrecklich. Und schon kommt die Ernüchterung: Genau dieser Raum ist off-limits für ihn. Das macht sein Vater unmissverständlich klar. Die Verständigung bleibt zunächst auf mehreren Ebenen kompliziert – nicht nur, weil der 12-Jährige taub ist und der Vater keine Gebärdensprache beherrscht. Fußball ist das falsche Thema, der Versuch, zusammen Boccia zu spielen, erweist sich auch als Flop. Denn eigentlich interessiert sich Aron für Musik, auch wenn er nur die Vibrationen der Instrumente spürt. Das begreift sein Vater aber erst nach einer Weile wirklich. „Tremolo“ ist ein leiser, mitunter lauter Film über die schrittweise Annäherung von Vater und Sohn, die in zwei verschiedenen Welten leben und doch eine gemeinsame Leidenschaft teilen. Als das endlich klar wird, finden sie zu einer Sprache, die keiner Wörter mehr bedarf. (ig)
Besonders geeignet für:
Schule
Außerschulische Bildungsarbeit
Familienbildung
