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Hofgeismar/Kassel, Redaktion ekkw.de
Veröffentlicht 15 Apr 2026

Die 14. Landessynode der Evangelischen Kirche von Kurhessen‑Waldeck (EKKW) hält ihre neunte Tagung in der Evangelischen Tagungsstätte Hofgeismar ab. Der Eröffnungsgottesdienst wird am Donnerstag, 23. April, um 10 Uhr in der Brunnenkirche gefeiert. Ab 11.30 Uhr beginnen die Beratungen im Synodalsaal.

Personalbericht und Berichte aus den Leitungsgremien

Am ersten Sitzungstag stehen zentrale Leitungs‑ und Verwaltungsfragen im Mittelpunkt. Vorgesehen sind der Personalbericht des Prälaten, der Bericht des Präses der Landessynode sowie der Bericht der Vorsitzenden aus dem Rat der Landeskirche. Zudem werden die Synodalen über den aktuellen Stand zum Umgang mit sexualisierter Gewalt in der EKKW informiert. Weitere Beratungspunkte sind der Gebäudestrategieprozess 2026+, der geprüfte Jahresabschluss für das Jahr 2024 sowie eine Änderung der Geschäftsordnung der Landessynode.

Struktur‑ und Zukunftsfragen am Freitag

Der Freitag ist den Zukunfts‑ und Strukturfragen der Landeskirche gewidmet. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem die Überarbeitung der Grundordnung, ein Sachstandsbericht zur Kirchenverwaltung der Zukunft sowie die Weiterentwicklung der Eckpunkte im Rahmen des Haushaltskonsolidierungsprozesses. Zudem berät die Synode mehrere Kirchengesetze, darunter zum Pfarrdienstrecht sowie zur Rechtsstellung und Ausbildung von Vikarinnen und Vikaren. 

Abendvortrag von Dr. Dagmar Pruin

Am Freitagabend hält Dr. Dagmar Pruin, Präsidentin von Brot für die Welt und Diakonie Katastrophenhilfe, einen öffentlichen Vortrag unter dem Titel „Schreib die Welt nicht ab, schreib sie um“.

Kirchengesetze, Anträge und Abschluss der Tagung

Am Samstag stehen weitere kirchengesetzliche Beratungen im Mittelpunkt. Unter anderem ist die zweite und dritte Lesung zum geplanten Wechsel der Kirchengemeinde Viernau aus der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland in die EKKW vorgesehen. Außerdem befassen sich die Synodalen mit Anträgen aus den Kreissynoden, dem Bericht des Rates der Landeskirche, künftigen Tagungsterminen sowie Anliegen aus der Aktuellen Fragestunde. Die Synodaltagung endet mit der Schlussandacht.

ekkw.de/synode
Blick in den Synodalsaal in der Evangelischen Tagungsstätte in Hofgeismar

Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) mit Sitz in Kassel ist eine von 20 Gliedkirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Der EKKW gehören rund 666.500 Menschen in 620 Gemeinden an. Das Gebiet der Landeskirche erstreckt sich von Bad Karlshafen im Norden bis zum Frankfurter Stadtteil Bergen-Enkheim im Süden, vom Waldecker Upland im Westen bis zum im Freistaat Thüringen gelegenen Kirchenkreis Schmalkalden.

Das sind ihre Aufgaben und Kompetenzen der Landessynode: Die Synode hat in allen kirchlichen Fragen die letzte Entscheidung. Die geistliche und rechtliche Leitung der Landeskirche teilt sie mit der Bischöfin, den Pröpstinnen und dem Propst, dem Rat der Landeskirche und dem Landeskirchenamt. Alle anderen Leitungsorgane sind der Landessynode verantwortlich. Die Synode wählt den Bischof / die Bischöfin und entsendet aus ihrer Mitte den Rat der Landeskirche. Sie erlässt Gesetze, verabschiedet den Haushalt und schafft so die Grundlagen für das rechtliche Leben der Landeskirche.     

So setzt sich die Synode zusammen: Der aktuellen, 14. Landessynode gehören 78 Mitglieder an; dabei sind die Nicht-Theologen in der Mehrheit. Das Gros der Mitglieder wird direkt von den Synoden der Kirchenkreise für sechs Jahre gewählt. Hinzu kommen von Amts wegen die Bischöfin, die Vizepräsidentin als juristische Stellvertreterin und der Prälat als theologischer Stellvertreter, die Pröpstinnen bzw. der Propst der drei Sprengel sowie die Direktoren des Evangelischen Studienseminars und der Evangelischen Akademie. Der Rat der Landeskirche beruft zwölf weitere Mitglieder der Landessynode, von denen mindestens acht Laien sein müssen. Bei deren Berufung sollen laut Grundordnung «die für den Dienst der Kirche in der Welt wichtigen Kräfte» vertreten sein.

So oft tagen die Synodalen: Die Landessynode tagt in der Regel zweimal im Jahr: im Frühjahr und in der Woche vor dem 1. Advent. Die Amtszeit der 14. Landessynode hat am 5. Mai 2022 begonnen; sie endet im Frühjahr 2028. 

Diese Personen stehen der Synode vor: Präses (Vorsitzender) ist Dr. Michael Schneider aus Schlüchtern. Erste Beisitzerin ist Dr. Isabel Schneider-Wölfinger (Espenau), zweiter Beisitzer ist Pfarrer Kristof Weisheit (Edermünde-Besse).