Aktuell Archiv 2026
Christian Wulff über Erinnerung, NSU und Verantwortung
Zwanzig Jahre nach dem Mord an Halit Yozgat durch den rechtsterroristischen NSU blickt Altbundespräsident Christian Wulff in einem ausführlichen Interview auf die Aufarbeitung der NSU-Verbrechen zurück und zieht eine ernüchternde Bilanz: „Offenkundig hat das ruchlose Morden des NSU viele Menschen in diesem Land nicht zur Vernunft geführt. Sie laufen stattdessen weiter radikalen Ideologien nach.“
ZDF-Fernsehgottesdienst „Lauter Stimmen“
Das ZDF hat am 8. März 2026 einen Fernsehgottesdienst aus der Kasseler Martinskirche übertragen. Unter dem Titel „Lauter Stimmen“ rückte der Gottesdienst die Vielfalt menschlicher Stimmen im Gebet und in der Musik in den Mittelpunkt. Pfarrerin Dr. Katharina Scholl und ihr Team sind überzeugt, dass in ihnen mehr mitschwingt als Worte: Gottes Stimme, die das Hören verändert. Die Aufzeichnung des Gottesdienstes ist in der ZDF-Mediathek und hier auf ekkw.de abrufbar.
Krieg und Gewalt belasten kirchliche Partner vor Ort
Die militärische Eskalation im Nahen und Mittleren Osten hat spürbare Auswirkungen auf kirchliche Einrichtungen und Partnerorganisationen vor Ort. Darauf weist Pfarrer Dr. Uwe Gräbe, Fachbereichsleiter Nahost der Evangelischen Mission in Solidarität (EMS), in einer aktuellen Lageeinschätzung hin. Betroffen seien insbesondere Einrichtungen im Libanon sowie in Israel und Palästina; auch Partner in Jordanien verfolgen die Entwicklung mit großer Sorge. Die EKKW ist Mitglied der EMS.
Weltgebetstag mit nigerianischer Liturgie
Im Fokus des Weltgebetstags 2026 steht das westafrikanische Nigeria. Unter dem Motto „Kommt! Bringt eure Last.“ will der Gottesdienst auch auf die Probleme im Land aufmerksam machen. Nach Angaben des deutschen Weltgebetstagskomitees haben Christinnen aus Nigeria die Texte und die Musik für die Gottesdienste vorbereitet, die am 6. März in Deutschland und rund 150 weiteren Ländern gefeiert werden.
Mit neuen Perspektiven durch die Fastenzeit gehen
In der siebenwöchigen Fastenzeit nehmen sich viele Christinnen und Christen mehr Zeit für Ruhe, Besinnung und Gebet, um sich selbst und Gott näherzukommen. Die evangelische Kirche lädt bis Ostern mit besonderen Aktionen zu einer bewussten Gestaltung dieser Zeit ein – darunter das Klimafasten, die Aktion „7 Wochen Ohne“ sowie die Initiative „End:lich aufhören“, die zum Loslassen ermutigt. Wir stellen die Angebote vor und geben Hintergründe zur Fastenzeit.
Rufe nach Frieden und Deeskalation
Am Samstagmorgen haben Israel und die USA einen Angriff auf Iran begonnen. Nach Medienberichten kam es zu Explosionen in Teheran und anderen iranischen Städten. Zudem wurden Gegenangriffe auf Israel sowie auf weitere Länder in der Region gemeldet. Zur Eskalation äußerte sich die Bischöfin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW), Dr. Beate Hofmann, mit einem Appell für Frieden.
Aufruf zur Kommunalwahl
Demokratie lebt vom Mitmachen. Mit diesem Appell rufen die evangelische und katholische Kirche in Hessen zur Teilnahme an der Kommunalwahl am 15. März 2026 auf. Jede Stimme sei ein Beitrag für Menschenwürde, Zusammenhalt und eine gute Zukunft vor Ort. „Gehen Sie wählen! Stärken Sie mit Ihrer Stimme die Demokratie!“, heißt es in einem gemeinsamen „Wort zur Wahl“.
Benefizaktion für Kasseler Sepulkralmuseum
Kunst kaufen und zugleich die Zukunft des bekannten Museums für Sepulkralkultur in Kassel mitgestalten: Am 4. März 2026 werden im Rahmen der Veranstaltung „Ein Abend für den Tod“ in der Kasseler Martinskirche Kunstwerke renommierter Künstlerinnen und Künstler verkauft. Der Erlös der Benefizaktion fließt vollständig in die Neukonzeption des Museums, insbesondere in Maßnahmen zur Barrierefreiheit.
Bischöfin: Solidarität üben und füreinander beten
Seit vier Jahren leidet die Ukraine unter dem russischen Angriffskrieg. In Kassel zeigt die St.-Josephskirche auf dem Rothenberg, wie Hilfe konkret aussehen kann: als Ort humanitärer Unterstützung, des Gebets und der Solidarität über Religions- und Weltanschauungsgrenzen hinweg. Bischöfin Dr. Beate Hofmann sieht in dem Engagement eine Antwort auf die Frage, was Christinnen und Christen für Kriegs- und Krisengebiete tun können. [mit Video]
Hilfswerke warnen vor verschärfter humanitärer Not
Fünf Jahre nach dem Ausbruch des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine am 24. Februar warnt die Diakonie Katastrophenhilfe vor einer weiteren Zuspitzung der humanitären Lage. Vor allem anhaltende Angriffe auf die Energieinfrastruktur und ein außergewöhnlich kalter Winter bedrohten das Überleben Hunderttausender Menschen. Der Schutz der Zivilbevölkerung dürfe dabei nicht zur Verhandlungsmasse werden.
