«Die beste Nachricht war der Mauerfall»
Jeden Tag mit Krisen, Konflikten und Katastrophen umgehen: Für Gundula Gause gehört das zum Beruf. Im Interview erzählt die ZDF-Journalistin, was ihr im Nachrichtenalltag hilft, welche guten Nachrichten ihr in Erinnerung geblieben sind und warum Glaube und Wirklichkeit für sie kein Widerspruch sein müssen.

Liebe Leserin, lieber Leser,
die Überschrift dieses Heftes klingt provokant in dieser Zeit: nur gute Nachrichten?
In meinem Freundeskreis gibt es Menschen, die schauen keine Nachrichten mehr, weil sie das viele Unglück und die großen Krisen nicht mehr ertragen. Sie ziehen sich lieber in ihre kleine Welt zurück und hoffen, dass dort alles heil bleibt. Keine schlechten Nachrichten mehr – diese Sehnsucht kann ich gut verstehen.
An diesem Wochenende feiern wir Ostern, Auferstehung. Wir erinnern uns an die gute Nachricht, dass mit dem grausamen Tod von Jesus Christus seine Geschichte nicht zu Ende war. Drei Tage später war das Grab leer und der auferstandene Christus begegnete seinen Vertrauten. Er wirkte auf sie verändert und doch vertraut. Darum waren diese Begegnungen für sie unendlich tröstlich: Es ist nicht vorbei. Das, wofür Jesus gekämpft hat, das, wofür Jesus in seinem Leben stand, das geht weiter. Anders, aber Christus lebt und seine Botschaft auch.
Ist das eine gute Nachricht, eine, die das Leben leichter macht?
Auferstehung, das heißt für mich: Mit dem Tod ist es nicht zu Ende. Das Leben geht nicht in eine neue Runde. Es geht nicht um Wiedergeburt. Vielmehr: Der Tod und alle Tyrannen und Gewalttäter dieser Welt haben nicht das letzte Wort; ihre Macht wird gebrochen durch das, was Gott tut. Gott holt Jesus zu sich und sagt allen, die an Christus glauben: Christus ist auferstanden.
Damit ist der Tod nicht weg aus dieser Welt, auch das Elend und die Tränen und Schmerzen sind nicht verschwunden. Aber es gibt diese gute Nachricht, die über all das hinausweist und das Traurige und schwer Erträgliche damit nicht grenzenlos, endlos und allmächtig macht. Diese Botschaft hilft mir, die vielen schlechten Nachrichten auszuhalten und nach dem zu suchen, was gelingt und gut geht.
Genau das bietet dieses Heft: Nur Gute Nachrichten, Geschichten von Gelungenem und Überraschendem. Möge es Sie einstimmen auf die große gute Nachricht: Christus ist auferstanden! Frohe Ostern wünscht Ihnen
Beate Hofmann
Bischöfin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck
Menschen, Momente und Musik
Zu Fuß von Schottland bis nach Elgershausen: Ulrich Briesewitz ist 2.000 Kilometer unterwegs gewesen. Aus der langen Wanderung wurde mehr als ein sportliches Projekt. Sie führte zu Begegnungen, Erinnerungen und Gedanken, die geblieben sind. Auch die Musik ging mit.
Manchmal stehen sie zu dritt am Tisch
Im Café Salamanca arbeiten Menschen mit und ohne Beeinträchtigung gemeinsam in Service und Küche. Das klappt nicht immer im ersten Anlauf, aber mit Geduld, Humor und guter Begleitung wächst hier etwas, das weit über den Cafébetrieb hinausgeht. Ein Besuch an einem besonderen Ort in Cölbe.
Wie Fred und Pelle den Pfarrer erden
Fred und Pelle schnaufen durch den Pfarrgarten und sind für Rick Schaphöler längst mehr als Haustiere. Der Pfarrer aus Breuna-Oberlistingen erzählt, warum Tiere ihn im Alltag erden, welche Vorurteile über Schweine ins Leere laufen und was sich von ihnen vielleicht sogar lernen lässt.
«Wir müssen etwas auf der Bühne bieten»
Seit 75 Jahren gehören die Bad Hersfelder Festspiele zum Sommer in der Region. Intendantin Elke Hesse spricht im Interview darüber, was Theater heute leisten kann, warum Gemeinschaft dabei so wichtig ist und wie kulturelle Qualität auch jenseits der großen Städte viele Menschen erreicht.

«Nur gute Nachrichten» als E-Paper
In einer Zeit von schlechten Botschaften präsentiert das „blick in die kirche-Magazin“ eine Ausgabe ausschließlich mit guten Nachrichten. Wir haben mit der Journalistin Gundula Gause („heute journal“) über den Umgang mit Katastrophenmeldungen, über gute Nachrichten, die sie vermelden durfte, über den Glauben und ihr Privatleben gesprochen.
Außerdem waren wir zu Besuch im inklusiven Café Salamanca in Cölbe, bei einem Pfarrer mit Mini-Schweinen, bei einem Mann, der das scheinbar letzte Abendmahl um Jahre überlebt hat und in Kaufungen, wo Seniorinnen uns an ihrer Lebenserfahrung teilhaben lassen. Wir schauen in den Leuchtturm der Schulseelsorge in Oberurff, die Versöhnungsarbeit der Nagelkreuzzentren, in eine Kirche in Hanau und eine ungewöhnliche Kapelle am Edersee.
Dekan Norbert Mecke aus Melsungen erklärt, warum Ostern eine „himmlische gute Nachricht“ ist und Elke Hesse, die Intendantin der Bad Hersfelder Festspiele, erzählt von der verbindenden Kraft des Theaters. Passend dazu gibt es beim Preisrätsel einen Hotelaufenthalt und Theaterkarten für Bad Hersfeld zu gewinnen. Das alles und noch mehr im neuen „blick in die kirche magazin“, das am Karsamstag den Tageszeitungen auf dem Gebiet unserer Landeskirche beiliegt.
Das „blick in die kirche-Magazin“ ist die Publikumszeitschrift der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck und liegt viermal im Jahr den Tageszeitungen auf dem Gebiet der Landeskirche kostenfrei bei. Die Druckauflage beträgt über 210.000 Exemplare, hinzu kommen E-Paper und Webseite.
Eine himmlisch gute Nachricht
Was heißt eigentlich gute Nachricht, wenn die Welt voll schlechter Nachrichten ist? Norbert Mecke denkt darüber aus österlicher Perspektive nach. Er verbindet persönliche Beobachtungen mit der biblischen Botschaft und lädt dazu ein, Ostern als Quelle von Hoffnung und Zuversicht neu zu lesen.
Versöhnung auf den Trümmern
Die Kasseler Martinskirche gehört jetzt zur internationalen Nagelkreuzgemeinschaft. Dahinter steht eine Geschichte von Zerstörung, Erinnerung und Versöhnung, die in Coventry begann und bis heute weiterwirkt. Wir berichten über Friedensarbeit, historische Wunden und die Frage, was Versöhnung konkret bedeuten kann.
Kirche zu groß? Bauen wir ein Haus rein!
Die Christuskirche in Hanau wird umgebaut und bekommt eine neue Aufgabe. Künftig sollen dort das Diakonische Werk und ein Backcafé einziehen. Wir zeigen, wie aus einem großen Kirchenraum ein Ort für Beratung, Begegnung und praktische Hilfe werden soll.
Wenn Grenzen verbinden statt zu trennen
Am Edersee ist ein besonderer Ort entstanden: die Chapel of Light. Ihre Geschichte beginnt mit einer Grundstücksgrenze und führt überraschend zu Offenheit, Vertrauen und Zusammenarbeit. Ein Blick auf Architektur, Spiritualität und die Erfahrung, dass Grenzen nicht immer trennen müssen.
Fragen und Antworten rund um Ostern
Ostern ist das zentrale Fest des christlichen Glaubens – reich an Symbolen, Geschichten und Brauchtum. Warum feiern Christinnen und Christen die Auferstehung Jesu, was hat es mit Eiern, Lamm und Osterfeuer auf sich, und warum variiert das Datum jedes Jahr? Wir geben geben kurze und verständliche Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Osterfest.
Was feiern Christen an Ostern?
Ostern ist das älteste und wichtigste Fest der Christenheit. Es erinnert an die Mitte des christlichen Glaubens: Nach seinem Leiden und Sterben am Kreuz ist Jesus Christus von den Toten auferstanden. Gott schenkt neues Leben. Die Bibel erzählt, wie Frauen am Ostermorgen das leere Grab entdecken und dort Engel erscheinen, die Jesu Auferstehung verkünden. In den Tagen danach erscheint er seinen Jüngern beim Gang nach Emmaus. Das christliche Osterfest beendet die Passionszeit (Fastenzeit). Die biblische Erzählung steht in enger Verbindung mit dem jüdischen Pessach-Fest.
Wie wird gefeiert?
Nach der Trauer am Karfreitag wird in den Ostergottesdiensten der Sieg des Lebens über den Tod gefeiert und die Osterkerze entzündet. Viele Gemeinden versammeln sich bereits in der Nacht von Karsamstag auf Ostersonntag, um mit einem Osterfeuer, Kerzen und dem Sonnenaufgang Licht, Leben und Auferstehung symbolisch zu erleben. In vielen Familien und Kirchengemeinden gehören gemeinsame Osterfrühstücke mit bunt gefärbten Eiern und geschmückte Ostersträuße dazu. Höhepunkt für die Kinder ist das Ostereiersuchen.
Warum gehören Eier zum Osterbrauchtum?
Das Ei gilt als Symbol des Lebens und der Auferstehung. Christus hat das Grab und damit den Tod durchbrochen wie ein Küken die Schale seines Eis. Meist rot gefärbte Eier als Ostergeschenke kennt man in Deutschland schon im 13. Jahrhundert. In den orthodoxen Kirchen hat das Osterei besondere Bedeutung, in Russland schreibt man Eiern, die in Kirchen geweiht wurden, magische Fähigkeiten zu. Im Mittelalter bezahlten viele Menschen ihre Pachtschulden mit Eiern. Ein Zahltag fiel auch auf die Osterzeit. Daraus entwickelte sich der Brauch, Ostereier zu verschenken und zu sammeln. Nicht zuletzt ist das Frühjahr auch die Zeit, in der die Hennen nach dem Winter wieder mehr Eier legen.
Was hat das Lamm mit Ostern zu tun?
Das Lamm steht für das Sterben Jesu am Kreuz. «Siehe, das ist Gottes Lamm, das der Welt Sünde trägt», heißt es im Johannes-Evangelium. Schon in der Antike waren junge Schafe klassische Opfertiere. Juden schlachten zum Pessach-Fest ein Lamm. Das Gleichnis vom Lamm Gottes, dem Agnus Dei, ist das ganze Kirchenjahr über in den christlichen Gottesdiensten bei der Abendmahlfeier präsent, in der die Gemeinde bittet: «Christe, Du Lamm Gottes, der Du trägst die Sünde der Welt, erbarme Dich unser.»
Warum ist Ostern jedes Jahr an einem anderen Datum?
Im Jahr 325 bestimmte das kirchliche Konzil von Nicäa den Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühling als Ostertermin. Seither wird das Auferstehungsfest in den westlichen Kirchen zwischen dem 22. März und dem 25. April begangen. In diesem Jahr fällt Ostern auf den 20.
und 21. April. Damit wird es 2025 am selben Termin gefeiert wie das orthodoxe Osterfest.
Nachrichten, die Hoffnung machen
Im Seniorenkreis Kaufungen geht es an diesem Nachmittag um gute Nachrichten. Was dabei zur Sprache kommt, ist mal heiter, mal berührend, manchmal auch schmerzhaft. Aus Erinnerungen, Anekdoten und Lebensgeschichten entsteht ein vielstimmiges Bild davon, was Menschen stärkt und ihnen Hoffnung gibt.
Fester Halt in den Stürmen des Lebens
Mitten auf dem Schulgelände steht ein kleiner Leuchtturm. In Oberurff ist er zum sichtbaren Zeichen für Schulseelsorge geworden. Hier finden Schülerinnen und Schüler einen geschützten Raum für Gespräche, wenn Schulstress, Sorgen oder persönliche Krisen zu groß werden.
Das letzte Abendmahl war nicht das letzte
Nach dem Sturz von der Leiter schien für Karl-Heinz Schwedes kaum noch etwas möglich. Im Pflegeheim erlebte er ein Abendmahl, das ihn tief bewegte. Wir erzählen, wie aus Verzweiflung neue Hoffnung wächst und wie Schwedes Schritt für Schritt ins Leben zurückfand.
Heute schon ein Kompliment gemacht?
Ein ehrliches Kompliment tut gut. Dass davon nicht nur die Empfängerin oder der Empfänger profitiert, sondern auch die Person, die es ausspricht, zeigt eine Studie aus Heidelberg. Wir erklären, was dabei im Gehirn geschieht und warum Wertschätzung Beziehungen stärken kann.

Auf schlechte Nachrichten mal verzichten
Wer sich von Krisenmeldungen erschöpft fühlt, ist damit nicht allein. Dieser Ratgeber macht Mut, den eigenen Nachrichtenkonsum bewusster zu steuern und den Blick wieder stärker auf das zu richten, was guttut und Hoffnung weckt. Ein einfacher Gedanke mit praktischer Wirkung.
ZDF überträgt Ostergottesdienst aus Marburg
Am Ostersonntag, 5. April 2026, überträgt das ZDF um 9.30 Uhr den evangelischen Gottesdienst aus der Pauluskirche in Marburg. Unter dem Titel „Von Seifenblasen und Auferstehung“ deutet Dekan Burkhard von Dörnberg die Osterbotschaft mit einem einfachen, aber starken Bild von Hoffnung und neuem Leben.
hr4 überträgt Ostermontags‑Gottesdienst live aus Kassel
Unter dem Motto „Unerhört Neues blüht auf“ überträgt hr4 am Ostermontag, 6. April 2025, einen evangelischen Gottesdienst live aus der Karlskirche in Kassel. Die Sendung läuft von 10.04 bis 11.00 Uhr. Pfarrerin Maike Westhelle stellt in den Mittelpunkt ihrer Predigt die Osterbotschaft von neuem Leben und unerwarteter Hoffnung.

Titelansichten blick Hefte. Eine Auswahl an Titeln aus Magazin und Mitarbeiterheft mit dem aktuellem Titel Dezember 2025
Sie möchten noch mal nachlesen, was die Schauspielerin Teresa Weißbach («Erzgebirgskrimi») über ihre ehrenamtliche Arbeit auf einer Palliativstation gesagt hat? Oder Sie interessieren sich für die Geschichte der Herrnhuter Sterne, die wir Weihnachten erzählt haben? Oder Sie wollen einfach in unseren Ausgaben stöbern? Das umfangreiche Archiv des Magazins und jeweils das E-Paper der aktuellen Ausgabe finden Sie auf unserer Homepage.

Herausgeber:
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Redaktion:
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Bernd Bark, Dr. Anja Berens, Dr. Mark-Christian von Busse, Anja Fülling, Johannes Ickler, Kerstin Leitschuh, Hendrike Racky, Heinz Rohde, Dr. Insa Rohrschneider
















